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Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag auf Auto von Frauke Petry in Leipzig

Im Musikviertel Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag auf Auto von Frauke Petry in Leipzig

Die AfD-Chefin hörte einen Reifen platzen, da stand ihr Wagen bereits lichterloh in Flammen. Nach dem Brandanschlag auf das Auto von Frauke Petry am Freitagabend im Leipziger Musikviertel ist der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden worden.

Im Leipziger Musikviertel ist in der Nacht zum Samstag das Auto von Frauke Petry angezündet worden.
 

Quelle: Privat / Screenshot Frauke Petry/Facebook

Leipzig. Auf das Auto der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry ist in der Nacht zum Samstag in Leipzig ein Brandanschlag verübt worden. Der im Musikviertel geparkte Wagen ging gegen 1.30 Uhr in Flammen auf. Anwohner bemerkten das Feuer und riefen die Feuerwehr. „Der Pkw ist leider trotzdem völlig ausgebrannt“, teilte Petry auf ihrer Facebookseite mit.

Die Polizei bestätigte am Sonntag, dass das Auto vorsätzlich in Brand gesetzt wurde. Dies hätten die kriminaltechnischen Untersuchungen ergeben, sagte Polizeisprecherin Katharina Geyer. Der Minivan, ein Seat Alhambra, wurde sichergestellt. „In die Ermittlungen der Kripo wurde auch der Staatsschutz involviert“, so Geyer. Konkrete Hinweise zu den Tätern oder ein Bekennerschreiben gebe es bislang nicht. In den vergangenen Monaten war es im Musikviertel bereits mehrfach zu Brandstiftungen an Autos gekommen.

Brandsatz wurde laut Petry auf den Rädern deponiert

Petry postete am Samstagabend auf Facebook Fotos von ihrem ausgebrannten Wagen. „Wahrscheinlich wurde ein Brandsatz auf den Rädern deponiert, der Reifen platzte (habe ich selbst gegen 1 Uhr gehört), danach gab es einen Brand im Motorraum, der wohl den Innenraum so erhitzte, dass er die Inneneinrichtung schmelzen ließ“, so die 41-Jährige. Sie habe das Auto an der Ecke Haydnstraße/Simsonstraße etwa 24 Stunden zuvor abgestellt. Der Wagen habe sich in einem „technisch einwandfreien Zustand“ befunden.

Die sächsische AfD gibt der Stadt Leipzig indirekt eine Mitschuld an dem Anschlag. Die Verwaltung habe eine Auskunftssperre für Petry mit Hinweis auf eine „nicht erkennbare Bedrohungslage“ zuletzt abgelehnt. „Dies wurde erst vor einer Woche nach Intervention des sächsischen Staatsschutzes korrigiert“, hieß es. Petry hatte bereits zum Jahreswechsel ihren Wohnsitz nach Leipzig verlegt.

Die AfD erklärte auf Facebook, die Angriffe auf ihre Mitglieder hätten in den vergangen Monaten „ein Maß erreicht, das an Terror grenzt“. Die „Hetze von Gabriel, Stegner, Maas und Co.“ sei dafür verantwortlich, dass die politische Auseinandersetzung „immer gewalttätigere Ausmaße“ annehme. Davon werde man sich nicht einschüchtern lassen.

Von nöß

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