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Staatsschutz ermittelt nach Buttersäure-Anschlag auf Haus der Demokratie in Leipzig

Staatsschutz ermittelt nach Buttersäure-Anschlag auf Haus der Demokratie in Leipzig

Leipzig. Auf das Haus der Demokratie in Leipzig-Connewitz ist am Montagabend während einer Wahlkampf-Veranstaltung ein Anschlag mit Buttersäure verübt worden.

Der nach Polizeiangaben mit rund 50 Besuchern gefüllte Saal des Gebäudes in der Bernhard-Göring-Straße musste evakuiert werden. Verletzte gab es nicht. Wie Polizeisprecher Uwe Voigt sagte, habe der Staatsschutz Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Ein politisches Motiv für die Tat wird nicht ausgeschlossen.

„Um 20.50 Uhr wurde von Unbekannten im Flur vor dem Veranstaltungsraum eine Brechampulle mit Buttersäure ausgeschüttet“, berichtete Voigt am Dienstagmorgen gegenüber LVZ-Online. Die Polizei stellte die zerbrochene Ampulle sicher. Diese soll nun auf Spuren untersucht werden. Die Ermittler vermuten, dass der Anschlag der Wahlkampf-Veranstaltung galt. Vom Täter fehlt bislang jede Spur.

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Leipzig. Nach dem Buttersäure-Anschlag auf eine Wahlkampf-Veranstaltung im Haus der Demokratie in Leipzig-Connewitz hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Das sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Der mit rund 50 Besuchern gefüllte Saal des Gebäudes musste am Montagabend evakuiert werden.

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„Plötzlich ging der Feueralarm los“

In dem Gebäude fand am Abend ein Wahlkampf-Podium eines Leipziger Onlineportals statt, zu dem sieben Landtagskandidaten eingeladen waren, darunter Robert Clemen (CDU), Juliane Nagel (Linke), Maximilian Rinck (SPD), Jürgen Kasek (Grüne) und Roland Ulbrich (AfD). „Es war sehr voll, viele hatten auch nur Stehplätze. Es herrschte eine gedrängte Atmosphäre“, schilderte Kasek. „Nach etwa 20, 30 Minuten ging plötzlich der Feueralarm im Haus los. Dann kam die Polizei rein und informierte darüber, dass wohl Buttersäure verspritzt worden wäre.“

Der beißende Gestank strömte schnell bis in den Saal. Zuschauer, die im hinteren Bereich standen, hätten sich die Nase zugehalten, berichtete Kasek. Einige versuchten, sich mit Stofftüchern vor dem Gestank zu schützen. Die Feuerwehr rückte unter Atemschutz in den Flur ein, öffnete die Fenster und brachte die Veranstaltungsteilnehmer nach draußen. Das Haus der Demokratie, in dem laut Polizei zeitgleich eine Filmvorführung und eine Chorprobe stattfanden, wurde anschließend mit Ventilatoren belüftet. Gegen 22.30 Uhr konnte das Gebäude wieder freigegeben werden.

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Robert Nößler / HB / swd

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