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Polizeiticker Leipzig Stoß vor Auto am Leipziger Hauptbahnhof: Angeklagter schweigt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Stoß vor Auto am Leipziger Hauptbahnhof: Angeklagter schweigt
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20:28 15.05.2018
Der Angeklagte im Landgericht. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

„Es gab einen Riesenknall“, erinnerte sich Zeuge Pavel L. am Dienstag im Leipziger Landgericht. Der 27-jährige Security-Mann hielt sich am 7. September 2017 direkt vor der Westseite des Hauptbahnhofes auf, als gegen 17 Uhr ein Fußgänger von einem Pkw erfasst und weggeschleudert wurde. „Danach habe ich nur noch jemanden weglaufen sehen“, so der Zeuge weiter.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Passant mit Absicht vor ein fahrendes Auto gestoßen wurde. Der 34 Jahre alte Libyer erlitt erhebliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

20-Jähriger seit November in Untersuchungshaft

Nach Ansicht der Ankläger handelte es sich um versuchten Mord nach einem vorangegangenen Streit offenbar um Drogen. Wegen des Verbrechens muss sich ein Landsmann des Opfers, der Libyer Hisham B., seit 24. April vor Gericht verantworten. Doch auch am Dienstag schwieg der 20-Jährige. Er war zwei Monate nach dem Vorfall am Hauptbahnhof festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Fahrer des Citroën, der den Geschädigten erfasst hatte, war ein Lehrer aus Leipzig. Philipp K. (47) erinnerte sich vor Gericht noch „an sehr viele Leute, die an der Fußgängerampel standen“. Er hatte Grün, als sich „eine Person aus der Gruppe löste und einen Schritt nach vorn machte“. Er habe stark gebremst, aber eine Kollision nicht mehr verhindern können. „Ich war erschrocken“, so der Betroffene. Die Polizei habe ihm berichtet, dass der Verunglückte gestoßen worden sei.

Prozess geht am 6. Juni weiter

Diese Szene hatte der Auszubildende Stanley R. beobachtet, der im Pulk an der Fußgängerampel stand. „Von hinten kam zielstrebig ein Mann angelaufen und schubste das Opfer, das zwei Meter neben mir stand, mit beiden Händen auf die Straße“, so der 17-Jährige. Der Geschädigte habe sich keinesfalls halten können.

Wie es am Dienstag hieß, konnte an der Jacke des Geschädigten aber nicht die DNA des Angeklagten nachgewiesen werden. Am 6. Juni wird der Prozess vor der 3. Strafkammer fortgesetzt.

Von Sabine Kreuz

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