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Straßenbahnen in Leipzig beschossen: Fünf Scheiben der Linien 7 und 8 beschädigt

Straßenbahnen in Leipzig beschossen: Fünf Scheiben der Linien 7 und 8 beschädigt

Wildwest im Leipziger Stadtteil Paunsdorf: Drei junge Männer haben am Montagnachmittag mehrere Straßenbahnen an der Ecke Heiterblickallee/Ahornstraße beschossen.

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Drei junge Männer haben am Montagnachmittag mehrere Straßenbahnen beschossen. (Archivfoto).

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Nach Angaben der Polizei verwendeten sie dabei eine mit Gas betriebene Softairwaffe.

„Passanten haben uns informiert“, berichtete Polizeisprecherin Annerose Lüdemann. Den Erkenntnissen der Ermittler zufolge feuerten die Männer im Alter von 20 und 21 Jahren die Waffe zwischen 16 und 17.15 Uhr mehrfach ab. Dabei seien fünf Scheiben von Straßenbahnen der Linien 7 und 8 getroffenen worden. Fahrgäste wurden nicht verletzt.

„Die Scheiben sind kaputt und müssen ausgetauscht werden“, sagte Reinhard Bohse, Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Der Schaden beträgt ersten Schätzungen zufolge 3000 Euro.

Für Bohse sind Übergriffe mit Waffen auf LVB-Fahrzeuge Neuland. „Das ist kein Unfug mehr, das ist kriminell“, erklärte er. In der Vergangenheit seien Straßenbahnen schon mit Steinen beworfen worden, geschossen habe aber bisher niemand.

Die Waffe ist auf einen 21-Jährigen des Trios zugelassen. „Er hatte einen Erlaubnisschein“, so Lüdemann. Das bedeute aber nicht, dass er damit in der Öffentlichkeit herumfeuern dürfe. Unklar ist bisher, weshalb der Schütze die Waffenbesitzkarte erhalten hat.

Es deute bei ihm einiges auf einen geübten Schützen hin. Er habe aus rund 40 Metern Entfernung mit der Kunststoffmunition die Scheiben der Straßenbahn getroffen, so Lüdemann.

Die Polizei hat von den mutmaßlichen Tätern zunächst die Personalien aufgenommen sowie Waffe und Munition eingezogen. Gegen die Männer wird nun wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Zudem müssen sie mit zivilrechtlichen Forderungen der LVB rechnen.  

Matthias Roth

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