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Suche am Elsterbecken abgebrochen - Polizei in Leipzig fehlt heiße Spur nach bestialischem Mord

Suche am Elsterbecken abgebrochen - Polizei in Leipzig fehlt heiße Spur nach bestialischem Mord

Die Ufer sind abgesucht, der entscheidende Hinweis fehlt noch immer. Fünf Tage nach dem grausigen Fund von Leichenteilen im Leipziger Elsterbecken kennt die Polizei noch immer nicht die Identität des Opfers.

Leipzig. Auch zum Mörder gibt es noch keine Spur.

Taucher suchten am Freitag noch einmal im Wasser zwischen der Zeppelinbrücke und der Hans-Driesch-Straße. Dafür war das Luppe-Wehr wieder geschlossen worden, damit der Pegel wieder um einen knappen Meter steigt. „An der Böschung sind keine Beamten mehr unterwegs“, sagte Polizeisprecherin Uta Barthel. Anfang kommender Woche solle entschieden werden, wie nun weiter verfahren wird. Am Wochenende werde zunächst nicht weiter gesucht.

Auch wenn die Ermittler am Fundort der Leichenteile nicht mehr zu sehen sind, wird im Hintergrund weiter gearbeitet. Die auf 30 Mann erweiterte Mordkommission wertet, so Barthel, die gesammelten Spuren und Fundstücke aus.

Unter der Zeppelinbrücke hatten Kriminalisten mit Luminol am Dienstagabend einige Hinweise entdeckt. Die Chemikalie reagiert mit Eiweiß und macht unter UV-Licht so auch Blutspuren sichtbar. Ob sie tatsächlich mit dem Mordfall zu tun haben, gehört nun zur täglichen Kleinarbeit der Beamten.

Offen ist auch noch das Ergebnis einer DNA-Probe, die die Gerichtsmediziner vom Torso der Leiche genommen haben. Laut Polizei dauert es ein bis zwei Wochen bis ein Resultat vorliegt.

Erst dann lasse sich das Ergebnis mit einer bundesweiten DNA-Datenbank abgleichen. Darüber erhofft sich die Mordkommission das entscheidende Teil beim Puzzle zur Identität der bestialisch zugerichteten Leiche.

Ein Pilzsammler hatte am vergangenen Sonntag zunächst einen Arm im Elsterbecken entdeckt. Später fand die Polizei einen weiteren Arm, am nächsten Tag den Torso und ein weiteres Leichenteil. Der Täter hat sein Opfer verstümmelt. An den Händen wurden dem Vernehmen nach die Fingerkuppen abgeschnitten. Der Kopf und die Beine sind weiter verschwunden.

Nach ihnen hatten Bereitschaftspolizisten in den vergangenen Tagen im Schilf des Elsterbeckens gesucht. Vergeblich. Dafür fanden die Helfer jede Menge Unrat, aber auch Kleidungsstücke und Taschen. „Teilweise stammen die Dinge von anderen Straftaten und wurden ins Wasser geworfen“, berichtete Polizeisprecher Mario Weigelt. Durch das Niedrigwasser tauchten die Gegenstände wieder auf.

Ob einer der Funde nun tatsächlich mit dem aktuellen Verbrechen zu tun hat oder es sich nur um Müll handelt, müssen die Kriminalisten in den kommenden Wochen klären. „Bei uns geht es nun mal nicht so schnell wie im Krimi, wo nach 90 Minuten der Fall gelöst ist“, sagt Weigelt.

Matthias Roth

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