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Suche am Palmengartenwehr wieder eingestellt - kein Durchbruch mit Mantrailer-Hunden

Suche am Palmengartenwehr wieder eingestellt - kein Durchbruch mit Mantrailer-Hunden

Die Polizei hat die erneute Suche am Elsterbecken und oberhalb des Palmengartenwehrs am Dienstagnachmittag abgebrochen. "Wir haben nichts gefunden", sagte Polizeisprecher Uwe Voigt auf Anfrage.

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Suche mit Mantrailer-Hunden am Elsterflutbecken.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Inzwischen sei das Elsterbecken auch wieder geflutet worden.

Die Beamten hatten seit dem Morgen im Fall der zerstückelten Leiche nach neuen Hinweisen gesucht. Dafür war am Montag der Wasserpegel im Elsterbecken erneut abgesenkt worden. Am Dienstag wurden die Walzen am Wehr zusätzlich geöffnet.

„Mantrailer-Hunde haben sich so verhalten, dass wir uns für die Suche an dieser Stelle entschieden haben“, sagte  Voigt etwas verklausuliert. Mit anderen Worten: Die speziell ausgebildeten Hunde haben im Umfeld des Palmengartenwehrs eine Spur gefunden. Offen blieb allerdings welche Witterung sie aufgenommen hatten.

Die Mantrailer-Hunder sind durch ihren hervorragenden Geruchssinns in der Lage, Spuren über mehrere Kilometer hinweg bei jeglichen Witterungsverhältnissen zu verfolgen. Solche Vierbeiner wurden auch im Fall der getöteten achtjährigen Michelle vor zwei Jahren im Leipziger Osten eingesetzt, ohne aber auch damals den entscheidenden Durchbruch bei den Ermittlungen zu bringen.

Neben den Hunden wurden die Beamten auch wieder durch Taucher unterstützt. Sie gingen oberhalb des Palmengartenwehrs ins Wasser. Noch sind der Kopf und die Beine des getöteten und danach zerteilten Mannes verschwunden. Der Zeitraum, wann die Leichenteile am Elsterbecken abgelegt wurden, kann mittlerweile aber einigermaßen eingegrenzt werden. Länger als Oktober könne dies noch nicht her sein, heißt es aus Ermittlerkreisen.

Den Beamten ist bislang nicht gelungen, den Toten genau zu identifizieren. Nur wenig ist zum Aussehen des Ermordeten bekannt. Die bisherigen Untersuchungen des Opfers in der Rechtsmedizin haben ergeben, dass es sich um einen jüngeren, erwachsenen Mann von kleiner bis mittlerer Körpergröße handelt. Er soll eine schlanke, sportliche Gestalt und dunkle Körperbehaarung haben. Als auffälligstes Merkmal nennt die Polizei größere Hautdehnungsnarben an Oberarmen und am unteren Rücken, wie sie beispielsweise nach Gewichts- oder Muskelveränderungen typisch sind. Das könnte beispielsweise ein Hinweis in Richtung Bodybuilderszene sein.

Die Ermittler hoffen der Identität des Toten auch durch Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur zu kommen. Wie es heißt, sollen sich auch Personen melden, die Angaben zu einem Mann machen können, der in seinem Umfeld seit Tagen oder Wochen fehlt und der über SMS, Facebook oder andere soziale Netzwerke nicht mehr zu erreichen ist. Auch Menschen, die „seit längerem nicht mehr im Sportverein, zum Training, bei Treffen in Clubs, Discos, Kneipen“ aufgetaucht sind oder bei Studium oder Ausbildung fehlen, sind für die Ermittler interessant.

Zudem sollen sich auch Spaziergänger, Hundebesitzer, Jogger, Angler und Personen bei den Ermittlern melden, die sich im Oktober und Anfang November im Bereich des Fundortes zwischen Palmengartenwehr und Zeppelinbrücke aufgehalten haben und dort besondere Beobachtungen machen konnten, als auch Alltägliches im genannten Zeitraum wahrgenommen haben.

Ein Pilzsucher hatte am 6. November im Uferbereich des Elsterflutbeckens zunächst einen abgetrennten Arm gefunden. Bei ihrer Suche stieß die Polizei in den folgenden Tagen zudem auf einen weiteren Arm und den Torso des Leichnams.

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1, telefonisch unter (0341) 96 64 25 53 oder per E-Mail via emuk.elster@polizei.sachsen.de zu melden.

Matthias Roth / mpu

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