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Suche aus der Luft: Polizei verfolgt Autodiebe und Sprayer in Leipzig mit dem Hubschrauber

Vorfall in Wahren Suche aus der Luft: Polizei verfolgt Autodiebe und Sprayer in Leipzig mit dem Hubschrauber

Ein Polizeihubschrauber sorgte in der zu Sonntag in Leipzig-Wahren für Aufsehen. Nächtliche Einsätze in der Luft sind nicht ungewöhnlich. Vor allem Sprayer und Buntmetalldiebe sind dabei in Visier.

Die Bundespolizei ist regelmäßig in der Luft unterwegs.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Diese Verfolgungsjagd hat viele Leipziger in der Nacht Sonntag beschäftigt. Zu abendlicher Stunde kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Stadtteil Wahren. Der Grund: Die Beamten suchten die Diebe eines gestohlenen Audi A 8 mit einem ebenfalls entwendeten Kennzeichen.

Die Vorgeschichte: Der hochpreisige Wagen war am Freitagabend in Markkleeberg gestohlen worden. Kurz darauf schraubten die Diebe in Oschatz zwei Nummernschilder von einem Seat ab, so die Polizei. Das Diebesgut wurde später zur Fahndung ausgeschrieben, mit Erfolg.

„Eine Streifenwagenbesatzung sah den Audi mit den falschen Kennzeichen auf der Gustav-Esche-Straße in Wahren“, berichtet Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Beamten wendeten und nahmen die Verfolgung auf. Das habe der Audifahrer bemerkt und ordentlich Gas gegeben. Das gestohlene Fahrzeug entdeckten die Ordnungshüter kurz danach geparkt an der Georg-Schumann-Straße. „Eine Anwohnerin hatte beobachtet, dass die Männer in eine Gartensparte geflüchtet waren“, so Voigt. Und nun kam der Hubschrauber ins Spiel. Er befand sich bereits in der Luft und drehte kurzerhand nach Wahren ab. „Wir haben die Kollegen der Bundespolizei als Unterstützung angefordert“, berichtet Voigt. Am Ende blieb der Aufwand aber ohne Erfolg. Die Autodiebe entkamen.

Yvonne Manger, Sprecherin der Bundespolizei in Leipzig, bestätigt den Vorfall. „Der Hubschrauber war zu einem Überwachungsflug unterwegs und hat kurzfristig geholfen“, berichtet sie. Der eigentliche Einsatz sei vielfältig gewesen. Zunächst sollten die Beamten die abreisenden Fans des Hamburger SV nach ihrem Auswärtsspiel bei RB Leipzig beobachten. Auf der Hinreise hatten sich einige Anhänger daneben benommen und dabei unterwegs eine ICE-Toilette angezündet.

Mit spezieller Überwachungstechnik werde aus der Luft auch nach Buntmetalldieben und Graffitisprayern gesucht. Genauer will Manger nicht werden, um niemanden zu warnen. Nur so viel: „Unsere Einsätze richten sich nach den Schwerpunktzeiten der Täter“, so die Sprecherin. Der Hubschrauber sei im gesamten Freistaat unterwegs und könne mit Tankstopps mehrere Stunden in der Luft sein.

Auch wenn die Autodiebe den Ermittlern am Sonnabend durch die Lappen gingen, war die Hubschrauberbesatzung am Sonntagmorgen doch noch erfolgreich. Sie beobachtete gegen 1.30 Uhr auf der Bahnstrecke Leipzig-Borna bei Gaschwitz vier Personen im Gleisbereich. „Sie waren gerade dabei eine Schallschutzwand zu besprühen“, sagt Manger.

Aus der Luft seien sofort weitere Streifen informiert worden. „Als die Personen den Hubschrauber bemerkten, flüchteten sie in verschiedene Richtungen“, so die Sprecherin. Ein 32 Jahre alter Leipziger wurde später in einer Kleingartenanlage aufgegriffen. Seine drei Kumpane blieben allerdings verschwunden. Auf der Schutzwand blieb ein 150 Quadratmeter großes Graffito zurück. Die Beamten ermitteln nun wegen Sachbeschädigung.

Von Matthias Roth

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