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Suche nach Zeugen: Soko "Connect" soll Mord am Leutzscher Bahnhof aufklären

Suche nach Zeugen: Soko "Connect" soll Mord am Leutzscher Bahnhof aufklären

Zwei Monate nach dem eiskalten Mord an Diego M. (23) am Leutzscher Bahnhof sucht die Kripo nach wichtigen Zeugen. Auf Plakaten in Tatortnähe, an der Bahnstrecke sowie in Bussen und Straßenbahnen bitten die Ermittler um Hilfe.

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19. Mai, Bahnhof Leipzig Leutzsch: Ermittler untersuchen am Tatort die Leiche von Diego M. (23). Der Security-Mann wurde aus nächster Nähe erschossen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. "Wir haben in dem Fall keinen konkreten Tatverdächtigen", sagte am Freitag Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz gegenüber der LVZ.

Die Mord-Ermittlungen würden gegen unbekannt geführt. Trotz diverser Hinweise gibt es laut Schulz bislang keine konkreten Erkenntnisse zu Hintergründen und Motiven der Bluttat. Diego M. - ein in Leipzig aufgewachsener Deutsch-Bolivianer mit luxemburgischer Staatsangehörigkeit - war am Abend des 19. Mai durch Schüsse aus nächster Nähe exekutiert worden. Der muskulöse Mann arbeitete in der Security-Branche und soll in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein, wie Bekannte gegenüber der LVZ offenbarten.

Auch der 26-jährige Türke, dem Unbekannte am 10. April in der Reudnitzer Göschenstraße gezielt in die Beine schossen, soll Verbindungen ins Rauschgiftmilieu gehabt haben. Bei den Opfern der Schießerei am 8. Juli in der Eisenbahnstraße - zwei Mazedonier (40, 45) - soll es ebenfalls Kontakte in die Dealerszene geben. "Es ist auffällig, dass es innerhalb von drei Monaten in drei Fällen zur Anwendung von Schusswaffen gekommen ist", so Schulz. Konkrete Erkenntnisse über Zusammenhänge lägen bisher jedoch nicht vor.

Allerdings bildete die Polizei nach der dritten Schießerei vor zwei Wochen eine Sonderkommission mit dem Namen "Connect" - zu deutsch: verbinden, in Zusammenhang bringen. Die 20 Beamten der Soko sollen nicht nur die aktuellen Fälle auf mögliche Parallelen prüfen, sondern auch die ungeklärten Vorgänge aus dem Disko-Krieg 2008 aufrollen. Der bislang einzige Tatverdächtige spielte auch damals eine Rolle: Nach der Bluttat in der Eisenbahnstraße hatte sich der Iraner Sooren O. (28) gestellt, sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Gegen ihn sind noch Anklagen aus dem Disko-Krieg anhängig. In Polizeikreisen gilt er zugleich als Schlüsselfigur des aktuellen Konflikts diverser Banden.

Damit die Auseinandersetzungen nicht erneut aufflammen, soll die Soko auch Schwerpunkte in der Stadt wie die Eisenbahnstraße schützen, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. Uniformierte Kräfte würden deshalb ganz gezielt eingesetzt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2013

Frank Döring

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