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Suche nach vermisstem Mann im Cospudener See geht weiter - Tauchroboter im Einsatz

Suche nach vermisstem Mann im Cospudener See geht weiter - Tauchroboter im Einsatz

Leipzig. Am Cospudener See bei Leipzig geht auch am Mittwoch die Suche nach einem vermissten Taucher weiter. Es werden erneut fünf Taucher der Bereitschaftspolizei im Einsatz sein, erklärte eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Leipzig.

Auch der Tauchroboter werde für die Suche wieder eingesetzt. Die schlechte Sichtweite von maximal zwei bis drei Metern unter Wasser bereite den Einsatzkräften große Probleme. Der See könne deswegen nur langsam abgesucht werden, so die Polizeisprecherin.

Der Roboter tauche bis zu 300 Meter tief und hebe mit einem speziellen Greifarm bis zu 150 Kilogramm Gewicht, erklärte Peter. Zudem könne das Gerät wesentlich länger als die Taucher im Wasser bleiben. Die Froschmänner müssten bei der momentanen Witterung mit fünf Grad Wassertemperatur aus Sicherheitsgründen bereits nach fünf Minuten wieder ans Ufer. „Sie suchen deshalb immer nur Quadrate von zehn mal zehn Metern ab“, sagte die Polizeisprecherin.

Der vermisste 42-Jährige, der in Thüringen lebt, ist seit Ostersonntag verschwunden. Nach einem Tauchgang war er nicht wieder an die Oberfläche gekommen. Der Mann war mit seiner Lebensgefährtin an den See gefahren, um gegen 12 Uhr allein für eine Stunde unter Wasser zu gehen. Als der erfahrene Sportler zwei Stunden später immer noch nicht an die Oberfläche gekommen war, alarmierte seine an Land wartende Freundin die Rettungskräfte.

„Wir haben am Montag den gesamten Uferbereich mit Hubschraubern bis zu einer Tiefe von sechs Metern ohne Erfolg abgesucht“, berichtete Hauptkommissar Peter Kampnick von der Polizeidirektion Westsachen gegenüber LVZ-Online. Zudem seien auf einem Boot auch Leichenspürhunde zum Einsatz gekommen, hätten aber nicht angeschlagen. Unterstützt wurde die Polizei von Helfern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg.

Für die Polizei ist bisher unklar, weshalb der 42-Jährige allein ins Wasser gegangen ist und nicht wie sonst üblich mit mindestens einem Partner. Kampnick vermutet, dass dem Thüringer die niedrige Wassertemperatur zum Verhängnis geworden sein könnte. Taucher müssten bei der kalten Witterung damit rechnen, dass Ventile ihrer Ausrüstung einfrieren. Denkbar sei aber auch, dass der Mann bisher unbekannte gesundheitliche Probleme hatte.

Der Cospudener See ist bis zu 55 Meter tief. Das Gewässer ist ein geflutetes Tagebauloch, das im Juni 2000 freigegeben wurde. Seither hat sich die einst triste Mondlandschaft zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt.

mro/dpa

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