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Tagesmutter in Leipzig mit dutzenden Stichen ermordet: 24-Jähriger schweigt vor Gericht

Tagesmutter in Leipzig mit dutzenden Stichen ermordet: 24-Jähriger schweigt vor Gericht

Er soll eine Tagesmutter in der Leipziger Südvorstadt mit dutzenden Messer- und Scherenstichen brutal ermordet haben - jetzt steht ein 24-Jähriger deswegen vor Gericht.

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Ein 24-Jähriger muss sich seit Donnerstag wegen des Mordes an einer Tagesmutter aus der Leipziger Südvorstadt vor Gericht verantworten.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Staatsanwältin Tanja Lötschert warf dem Mann am Donnerstag zum Prozessauftakt im Landgericht Leipzig vor, die 64-Jährige aus Habgier und nach einem Streit um gestohlene 10.000 Euro umgebracht zu haben.

Mit einem langen Fleischermesser und mit einer Schere habe der Mann im vorigen Oktober mindestens 34 Mal auf die Frau eingestochen, so dass sie qualvoll verblutete. Der Angeklagte will im Prozess zu den Vorwürfen schweigen, kündigte sein Anwalt an. Nach seiner Festnahme hatte der Verdächtige den Mord bestritten. Die Verlesung der Anklage verfolgte der kahlgeschorene, bis zum Hals und auf dem Handrücken tätowierte Mann ohne größere Regung.

Nach dem Mord Goldschmuck und Geld gestohlen

Das Opfer und der mutmaßliche Täter kannten sich. Der 24-Jährige lebte damals mit der Tochter der 64-Jährigen zusammen. Es soll Streit um Geld gegeben haben, die Frau hatte den Mann wegen des Diebstahls von 10.000 Euro angezeigt. Unmittelbar vor dem Mord soll er von ihr verlangt haben, die Anzeige zurückzunehmen. Als die Frau das ablehnte, entschloss er sich laut Anklage, sie zu töten und gleich auch noch Goldschmuck und Geld aus ihrer Wohnung zu stehlen.

Die ermordete Frau wurde einen Tag später in ihrer Wohnung in der Kantstraße gefunden. Die 64-Jährige betreute als Tagesmutter kleine Kinder. Als sie nicht wie gewohnt öffnete, riefen Eltern die Polizei. Der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf gefasst. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Das Landgericht Leipzig hat insgesamt acht Verhandlungstage bis Ende Juni geplant. Der Prozess soll am 28. April fortgesetzt werden. Dann ist unter anderem auch die Tochter des Opfers als Zeugin geladen.

dpa

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