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Tatort Campus: Vermehrt Taschendiebstähle an der HTWK

Tatort Campus: Vermehrt Taschendiebstähle an der HTWK

Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) sollten derzeit ihre Rucksäcke nicht aus den Augen lassen. Studentenratssprecher Tobias Schindler macht darauf aufmerksam, dass es dieses Semester vermehrt zu Taschendiebstählen kam.

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Die Diebe haben es auf kurzzeitig abgelegte Rucksäcke abgesehen.

Quelle: Peter Krischunas

Leipzig. Alle Bereiche der Hochschule seien betroffen.

Die Täter würden Rucksäcke entwenden, aus denen sie sich in einer ruhigen Ecke Wertsachen wie Laptops und Portemonnaies greifen. "Zurück bleiben dann die Rucksäcke", erklärt Schindler, der vermutet, dass der oder die Täter sich sehr gut in der Hochschule auskennen und möglicherweise sogar aus den eigenen Reihen stammen. Zudem geht der Sprecher davon aus, dass beklaute Studenten bereits Anzeige erstattet haben. "Das raten wir auch den Betroffenen", so Schindler. Besonders ärgerlich sei der Laptop-Klau für Architektur-Studenten. "Sie machen alles mit dem Gerät und wenn ihre Arbeiten weg sind, kann eine Versicherung auch nichts machen."

Dass sich die Vorfälle an der Hochschule derzeit häufen, bestätigt auch HTWK-Sprecherin Katrin Giersch. "Aus unseren alltäglichen Kontakten zu Studierenden ergibt sich ein Verdacht, dass derzeit gehäuft Taschendiebstähle vorkommen", erklärt sie und ergänzt: "Vorsorglich sind deshalb bereits Ende Januar alle Studierenden über deren Gremien darauf hingewiesen worden, verstärkt auf ihre persönlichen Sachen zu achten."

Auch die Polizei warnt inzwischen vor Dieben an der Hochschule. Aktuell liegen vier Strafanzeigen vor - in den vier Fällen wurden sieben Studenten bestohlen. Wie Polizeisprecher Andreas Loepki gestern auf Anfrage mitteilte, war erst vor Kurzem, am 13. Februar, eine 23-Jährige betroffen. Als sie zur Toilette ging, legte sie zwei Stoffbeutel im Vorraum ab. Als sie zurückkehrte, war daraus eine Geldbörse verschwunden. Gleich drei Fälle gab es laut Loepki im Januar. So entwendete ein Unbekannter am 8. Januar gleichfalls die Geldbörse - und zwar aus einem Mantel, den ein 20-Jähriger unbeaufsichtigt im Seminarraum zurückgelassen hatte. EC-Karte, Bargeld und Kopfhörer waren weg. Am 20. Januar vermisste ein 23-jähriger Student Geld, Krankenkarte, EC-Karte, Personalausweis und Führerschein. Gleich vier Opfer gab es am 22. Januar: Aus vier Handtaschen, die unbeaufsichtigt in einem Seminarraum standen, klaute ein Unbekannter vier Geldbörsen. Die Opfer (21/23/24/28) erstatteten gemeinsam Anzeige. Dem Polizeisprecher zufolge gibt es jedoch keine gesonderte Statistik darüber, so dass weitere Vorkommnisse durchaus denkbar seien.

Aus dem Jahr 2012 sei ein Fall - der Diebstahl eines Handys - und aus 2013 kein Fall bekannt. Allerdings: Bemerke ein Betroffener beispielsweise erst in seiner WG den Verlust, werde zunächst die Wohngruppe als Tatort angenommen. Nach Ansicht des Polizeisprechers hätten alle Fälle vermieden werden können, "denn alle entwendeten Gegenstände waren unbeaufsichtigt". Loepki: "Wir raten also zu Vorsicht und einem gesunden Misstrauen."

Laut Karin Fruhner, die unter anderem für Fundsachen an der Uni Leipzig verantwortlich ist, kann man Studenten nicht oft genug zu verstehen geben, stärker auf ihr Eigentum achtzugeben. "Diebstähle haben wir schon immer gehabt, weil Studenten teilweise nicht auf ihr Zeug aufpassen", berichtet die Uni-Mitarbeiterin. "Teilweise sind sie sehr unbedarft, gehen auf die Toilette, machen die Tür zu und lassen ihre Rucksäcke draußen stehen." Einen Anstieg der Vorfälle wie in der HTWK habe die Uni allerdings nicht zu verzeichnen.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2014

Felix Forberg/Sabine Kreuz

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