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Tierköder in Leipzig: Polizei durchkämmt Rosental – Userin meldet Fund in Gohlis

Tierköder in Leipzig: Polizei durchkämmt Rosental – Userin meldet Fund in Gohlis

Nach dem erneuten Fund von manipulierten Tierködern im Leipziger Rosental hat die Polizei mit einer Fahrradstaffel nach Hinweisen, die zu den Tätern führen, gefahndet.

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Im Leipziger Rosental sind Hunde-Köder mit Nägeln und Angelhaken ausgelegt worden. Mindestens zwei Hunde verschluckten die Bockwurststücke und mussten notperiert werden.

Quelle: Polizei Leipzig

Leipzig. Außerdem werden die mit Nägeln gespickten Würstchen auf Anhaltspunkte untersucht, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. Eine Facebook-Userin meldete LVZ-Online am Freitagnachmittag, ihr Hund habe in Gohlis weitere vergiftete Leckerlis aufgespürt.

Etwa zehn Köder habe sie am Donnerstagvormittag in der Max-Liebermann-Straße auf einer Wiese eingesammelt, so Userin Susanne Münnemann. Ihr Hund habe einen davon ins Maul genommen, aber „Gott sei Dank gleich wieder davon abgelassen“. Kurz darauf habe sie Anzeige bei der Polizei erstattet, so die Halterin.  

Sprecher Uwe Voigt konnte den Eingang am Freitagnachmittag nicht bestätigen. „Uns lag bis gestern Abend keine Anzeige aus Gohlis vor.“ Alle Streifenkollegen seien jedoch sensibilisiert worden, auf Ungewöhnliches zu achten. Im Rosental durchkämmte zudem am Freitagnachmittag eine Fahrradstaffel der Polizei den Fundort der am Donnerstag gesichteten Köder. Einen sicheren Schutz für die Tierhalter gebe es aber nicht: „Wir können den Hundebesitzern immer nur raten, verstärkt auf ihre Tiere zu achten“, so Voigt weiter.

Drei Fälle der vergangenen Tage bisher polizeibekannt

 

Nach den beiden Vierbeinern, die am Donnerstagmorgen im Rosental nach Verschlucken von Nagel-Ködern notoperiert werden mussten, ist am Freitag auch noch ein weiterer Fall eines betroffenen Hundes bekannt geworden. „Bei uns ging um 19.39 Uhr eine dritte Anzeige eines Halters ein, dass sein Tier im Rosental einen Köder gefunden habe“, so der Polizeisprecher. Ob auch dieser Hund notoperiert werden musste, ist noch unklar.

 

Die Rosentalwiese war nach Bekanntwerden der ersten Fälle am Donnerstagmorgen durch Mitarbeiter der Stadtreinigung abgesucht worden. „Nach Information durch das Ordnungsamt wurde auf Veranlassung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer sofort gehandelt“, erklärte Mitarbeiter Gerald Biehl auf Anfrage von LVZ-Online. Dabei seien alle Fundstücke eingesammelt worden.

Stadtverwaltung sieht Gefahr gebannt

 

„Wir gehen nach Lage der Dinge aktuell davon aus, dass nunmehr keine Gefahrensituation für die Vierbeiner besteht“, hieß es am Donnerstag aus der Stadtverwaltung. Gänzlich erfolgreich war die Suche auf dem überdurchschnittlich großen Areal aber offenbar nicht. Denn gleichsam zur weiteren Anzeige bei der Polizei, berichteten auch Leser von LVZ-Online am Abend noch von weiteren Köderfunden im Leipziger Rosental.

 

Bereits in der Vergangenheit hatten Unbekannte immer wieder manipulierte Tierköder in Leipziger Parks verteilt. Mehrere Tiere fielen den Attacken schon zum Opfer. Bisher gelang es noch nicht, einen Täter zu überführen.

jca/mpu

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