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Tod einer Radfahrerin in Leipzig-Schleußig: Polizei ermittelt Tatverdächtigen und Unfall-Lkw

Tod einer Radfahrerin in Leipzig-Schleußig: Polizei ermittelt Tatverdächtigen und Unfall-Lkw

Nach dem tragischen Tod einer Radfahrerin am 16. September in Leipzig-Schleußig hat die Polizei wahrscheinlich das Unfallfahrzeug und einen Tatverdächtigen ermittelt.

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Anwohner haben an der Unfallstelle Blumen hingelegt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Wie Sprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online sagte, wurde bereits am vergangenen Freitag ein 52-jähriger Lkw-Fahrer vernommen, der für eine Dresdner Spedition arbeitet. „Er räumt zumindest ein, zum Tatzeitpunkt durch Leipzig gefahren zu sein“, so Voigt. Zudem fanden die Kriminalisten am Auflieger des Sattelschleppers belastende Spuren. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.  

Zeugen des Unfalls auf dem Teilstück zwischen Könneritzstraße und Klingerweg hatten die Polizei mit ihren Aussagen auf die Spur des Sattelschleppers gebracht. Die Ermittler nahmen daraufhin Kontakt zu Speditionen in Leipzig und Umgebung auf. „Die Containerfirmen wurden angeschrieben und befragt, ob sie zu diesem Zeitpunkt eine Fahrt durch Leipzig hatten“, erklärt Voigt die Arbeit der Ermittler.  

Die Dresdner Spedition meldete sich bei den Beamten und bestätigte solch eine Fahrt zum Unfallzeitpunkt durch Leipzig. Experten stellten dann den Sattelschlepper im thüringischen Triptis und den Container-Auflieger im sachsen-anhaltischen Wolfen sicher und konnten erste Untersuchungen durchführen. „Es wurden Spuren gefunden, die auf einen Unfall hindeuten“, sagte Voigt. Nachdem der Lkw-Fahrer keine genauen Angaben zu seiner Fahrt durch die Messestadt machen wollte, werde nun das Fahrtenbuch des Sattelschleppers ausgewertet, so der Polizeisprecher.  

Am Morgen des 16. September wurde die 61-jährige Radfahrerin auf dem schmalen Straßenstück am Eingang zum Clara-Zetkin-Park von einem Lkw überrollt, der nach dem Unglück in Richtung Klingerweg davonfuhr. Die Polizei geht davon aus, dass der Lastwagen den erforderlichen Seitenabstand beim Überholen nicht eingehalten habe. Die Radfahrerin wurde so schwer verletzt, dass jede Hilfe zu spät kam. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.  

Der tragische Tod der Radfahrerin entfachte auch eine Diskussion um die Unfallstelle. Der Architekt Olaf Koeppen forderte den Rückbau des separierten Gleisbetts sowie eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 20. Laut Wolfram Günther, Sprecher der Initiative Stadtforum Leipzig, soll die Kommune zudem Schwerlasttransporte durchs Stadtgebiet gänzlich verbieten.

Matthias Puppe

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