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Polizeiticker Leipzig Tod einer Rechtsanwältin beim Sex – 45-Jähriger schweigt bei Prozess in Leipzig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Tod einer Rechtsanwältin beim Sex – 45-Jähriger schweigt bei Prozess in Leipzig
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20:39 27.05.2013
Prozess im Landgericht Leipzig wegen Körperverletzung mit Todesfolge gegen einen 45-Jährigen. Quelle: Andr Kempner
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Leipzig

Der inzwischen arbeitslose 45-Jährige schwieg am Montag im Landgericht Leipzig. Bislang hat er die Vorwürfe bestritten. Er habe keinen sexuellen Kontakt zu der 27 Jahre Frau gehabt, hatte er der Polizei erklärt.

Der Tod der jungen Frau liegt schon mehr als fünf Jahre zurück. Anfang Februar 2008 war sie in ihrer Leipziger Wohnung gefunden worden. Die Leiche hing, mit einer Seilschlinge um den Hals, an einer Tür im Flur. Die Ermittler glaubten zunächst an einen Suizid und stellten das Verfahren ein. Erst nach einer Beschwerde der Mutter, die den Prozess jetzt als Nebenklägerin verfolgt, wurde der Fall neu aufgerollt.

Die junge Frau, das wurde am Montag zum Prozessauftakt deutlich, führte wohl eine Art Doppelleben. Beruflich die zuverlässige, engagierte Rechtsanwältin, privat eine von Suizidgedanken geplagte Frau mit zahlreichen Sexpartnern. Über die führte sie Buch. „Sie hat das sehr umfangreich protokolliert“, sagte eine Kripo-Beamtin als Zeugin aus. Bei der Untersuchung der Toten wurden festgestellt, dass sie mit HIV infiziert war. Einer der letzten Einträge im Kalender der 27-Jährigen deutet auf den Angeklagten hin, der damals in der Nachbarschaft wohnte.

Ob der Mann im Prozess noch aussagen wird, ließ sein Anwalt am Montag offen. Das Gericht hat fünf Verhandlungstage angesetzt. Der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf erteilte gleich zu Beginn einen sogenannten rechtlichen Hinweis, dass der Fall möglicherweise nicht bloß als Körperverletzung mit Todesfolge, sondern als Tötungsdelikt zu sehen sei.

dpa

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