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Polizeiticker Leipzig Todesschütze von Leipziger Pferdehof auf der Flucht – Auto gefunden
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Todesschütze von Leipziger Pferdehof auf der Flucht – Auto gefunden
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12:17 05.12.2015
Nach dem Mord auf dem Pferdehof in Leipzig-Knauthain ist der Tatort noch immer abgesperrt. Quelle: Kempner
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Leipzig

Der Tatort ist mit Polizeiband abgesperrt, Kriminaltechniker sicherten auch am Freitagvormittag noch immer Spuren. Gespenstisch wirkt die Szenerie auf dem Gelände des Reitclubs Knauthain im Südwesten Leipzigs. Nach dem kaltblütigen Mord an dem 52-jährigen Pferdehof-Besitzer Rocco J. ist der unbekannte Täter noch immer auf der Flucht. Doch jetzt gibt es eine offenbar eine erste heiße Spur: Das Fluchtauto wurde möglicherweise gefunden.

Nach Medienberichten verlautete das am Samstag auch aus Polizeikreisen. Ob es sich wirklich um die gesuchte Limousine handelt, ist aber noch unklar. Die Staatsanwaltschaft wollte den Fund nicht bestätigen. „Wir äußern uns nicht zu Einzelheiten in diesem Fall“, so Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Samstag.

Porträt: Wer war Rocco J.? #LVZabo

Mindestens zwei Schüsse sollen am Donnerstag kurz nach 13.30 Uhr auf dem Gehöft gefallen sein und J. tödlich getroffen haben. Der Reiterhof-Chef, der in Knauthain aufwuchs und das Gestüt seit 1995 mit seiner Frau Barbara betrieb, starb noch vor Ort. Nach dem Attentat verschwand der Täter laut einer Zeugin in einer schwarzen Limousine mit österreichischem Kennzeichen. Die Frau alarmierte die Polizei, welche mit einem Großaufgebot, Spürhunden und auch einem Hubschrauber sofort die Fahndung aufnahm.

Tauschte der Täter sein Fluchtfahrzeug?

Weder zum Schützen noch zu seinem Wagen gab es zunächst eine konkrete Spur. „Die Fahndung nach dem Täter und dem von ihm genutzten Fahrzeug läuft unter Hochdruck“, sagte Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leipzig, am Freitagmittag gegenüber LVZ.de. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann noch bewaffnet ist. Details zu seiner Person, seinem Aussehen oder seiner Kleidung sind nicht bekannt. Nur so viel beobachtete die Zeugin: Er soll groß gewesen sein.

Laut der Frau fuhr der Täter mit einer schwarzen Limousine, einem Audi oder VW Phaeton mit österreichischem Kennzeichen „VB“ für Vöcklabruck davon. Schon am Freitag war keineswegs sicher, dass der Mann damit noch immer unterwegs ist. Möglicherweise wollte der Täter auch mit dem Kennzeichen absichtlich eine falsche Spur legen, wird spekuliert. Die Polizei hatte bereits am Vorabend angekündigt, dass bundesweit, auch an den Grenzen und mit Beteiligung der österreichischem Polizei nach dem Mann gefahndet werde. Details dazu will Friedrich nicht preisgeben, „um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden“.

Ermittler auf dem Pferdehof in Knauthain. Quelle: Kempner

Motiv bislang völlig unklar

Der Leichnam von Rocco J. wurde am Freitagvormittag obduziert, ein Ergebnis steht jedoch noch aus. Die Ermittler erhoffen sich davon genauere Kenntnisse über den Ablauf der Tat und die Todesursache. Über mögliche Hintergründe hält sich die Staatsanwaltschaft bislang bedeckt. Gab es im Vorfeld Drohungen? Gibt es Verbindungen in die organisierte Kriminalität? Ist die kaltblütige Tat einem Auftragsmörder oder mafiösen Banden zuzuordnen? Zu keiner dieser Fragen will Friedrich derzeit Antworten geben. „Zum Motiv laufen die Ermittlungen noch, das wäre momentan auch noch zu früh“, so die Staatsanwältin.

Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter der Nummer (0341) 9664 6666 entgegen. Die Ermittler warnen jedoch davor, den Täter eigenmächtig aufzuhalten, da er noch bewaffnet sein könnte.

Von Robert Nößler /lyn

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