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Toter im Gleisbett ist Opfer eines Gewaltverbrechens

Toter im Gleisbett ist Opfer eines Gewaltverbrechens

Der am Sonntagabend auf dem Gelände des Bahnhofes in Leipzig-Leutzsch gefundene Tote ist umgebracht worden. "Es besteht der Anfangsverdacht eines Tötungsdeliktes und eines Gewaltverbrechens", sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Pfingstmontag auf Anfrage.

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Einsatzkräfte nahe des Leutzscher Bahnhofes, dem Fundort der Leiche.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Zur Identität des Mannes, zur genauen Todesursache und den Umständen des grausamen Geschehens wollte er sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Das sei Täterwissen. Zu Medienberichten, wonach das Opfer, das am Sonntag gegen 20 Uhr auf dem Gleisbett entdeckt worden war, erschossen wurde, meinte Schulz: "Das kommentieren wir nicht." Nach der Obduktion stehe zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit fest, wer der Tote sei, nähere Auskünfte darüber würden aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gegeben. Auf Vermutungen, es könnte sich um eine polizeibekannte Person südländischer Abstammung mit deutschem Pass handeln, ging Schulz nicht ein. Das Umfeld des Opfers müsse erst eingehend sondiert und gegebenenfalls die Angehörigen informiert werden.

Unmittelbar nach dem schrecklichen Fund war das Gelände weiträumig abgesperrt worden, in der Nacht leuchtete die Feuerwehr das Areal aus, Einsatzkräfte mit Hunden und Kriminaltechniker suchten nach Spuren. Unklar ist, ob der Fund- zugleich der Tatort ist, ob sich der Mann möglicherweise schwerverletzt bis zum Gleisbereich schleppte. Auch gestern dauerten die Untersuchungen an.

Wie schon in der vorhergehenden Nacht standen auch gestern zunächst alle Signale auf der betreffenden Strecke auf Rot, damit die Mordkommission ungehindert arbeiten konnte. Die dort normalerweise verkehrenden Züge des Nah- und Fernverkehrs wurden umgeleitet beziehungsweise der gesperrte Abschnitt durch Schienenersatz-Verkehr überbrückt. Betroffen waren vor allem Reisende auf den Relationen Dresden-Leipzig-Frankfurt/Main und Berlin-Leipzig-München. Dort kam es durch veränderte Streckenführung zu Verspätungen von rund 20 Minuten. Die Regionalbahnen zwischen Leipzig und Zwickau sowie Leipzig und Weißenfels konnten den Hauptbahnhof nicht ansteuern. Nach Angaben der Bahn wurde die Sperrung gestern gegen 17 Uhr aufgehoben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2013

Mario Beck

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