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Tragischer Unfall auf der Kleinmesse in Leipzig: Motorradfahrer stirbt bei Stunt-Show

Tragischer Unfall auf der Kleinmesse in Leipzig: Motorradfahrer stirbt bei Stunt-Show

Bei einer Stunt-Show auf der Leipziger Kleinmesse ist am Mittwoch ein Motorradfahrer tödlich verunglückt. Durch einen „verhängnisvoller Fahrfehler“ sei der Mann während einer Vorführung von einer Steilwand abgestürzt, teilte der Betreiber der „Show der Sensationen“ am Donnerstag auf seiner Internetseite mit.

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Besucherandrang auf der Leipziger Kleinmesse: Ein Motorradfahrer ist dort am Tag der Deutschen Einheit bei einer Stunt-Show tödlich verunglückt.

Quelle: Andr Kempner

Leipzig. Serif G. (52) zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass er später im Krankenhaus verstarb. Die Polizei und der Veranstalter der Kleinmesse bestätigten den Tod des Artisten am Donnerstagabend gegenüber LVZ-Online.

„Am Nachmittag gegen 15 Uhr ereignete sich in unserer Show ein Unfall, bei dem ein guter Freund und Kollege für immer von uns gegangen ist“, hieß es am Donnerstag auf der Seite des Schausteller-Unternehmens. Wie ein Zeuge im Gästebuch der Kleinmesse schildert, sei Serif G. trotz Verbots von Kamerablitzen einiger Zuschauer geblendet worden. „Der Fahrer war sichtlich abgelenkt davon und hob immer seinen rechten Arm, als er dort vorbei fuhr.“ Oberhalb der Besucherabgrenzung sei er dann an eine Haltelasche gestoßen. „Es gingen Schreie durch das Zelt und der Motorradfahrer stürzte samt seiner Maschine in die Tiefe.“

„Show der Sensationen“ zum ersten Mal auf der Kleinmesse

Bei einer Prüfung durch Polizei und Sachverständige der Dekra seien keine Mängel am Motorrad oder der rund zehn Meter hohen Steilwandanlage festgestellt worden, betonten die Betreiber, ein Unternehmen aus der Nähe von Oldenburg. Die „Show der Sensationen“ war laut Kleinmesse-Chef Jürgen Seiferth zum ersten Mal auf dem Leipziger Jahrmarkt präsent. „Das sind gekonnte Artisten. Aber es ist nie auszuschließen, dass etwas passiert“, so Seiferth.

Das Lagezentrum der Polizei wollte sich am Abend nicht zu Details des Unglücks äußern, bestätigte jedoch, dass es einen tödlichen Unfall eines Artisten auf der Herbst-Kleinmesse gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. „Der Notruf ging um 15.46 Uhr bei uns ein“, berichtete ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Serif G. sei ins Uni-Klinikum gebracht worden, wo er jedoch wenige Stunden später verstarb.

Jahrmarkt soll fortgesetzt werden

Die Veranstalter der Show legten am Donnerstag einen „Trauertag“ ein, wollen ihre Vorführungen nach eigenen Angaben aber am Freitag fortsetzen. Die Kleinmesse am Cottaweg ging indes ganz normal weiter. Ein Abbruch der bis 21. Oktober laufenden Veranstaltung sei nicht geplant, erklärte Kleinmesse-Chef Seiferth, auch wenn unter den Schaustellern Bestürzung und Trauer herrsche.

Mit ihren Stunt-Fahrten ist die „Show der Sensationen“ bereits seit 1989 deutschlandweit unterwegs. Zum Zeitpunkt des Unglücks am Tag der Deutschen Einheit, der gleichzeitig Familientag auf der Kleinmesse war, besuchten mehrere Tausend Menschen den Jahrmarkt.

Robert Nößler

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