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Polizeiticker Leipzig Trainingszentrum von RB Leipzig nach Chlorgas-Austritt evakuiert
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Trainingszentrum von RB Leipzig nach Chlorgas-Austritt evakuiert
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22:23 13.08.2015
Großeinsatz der Feuerwehr am RB-Trainingszentrum im Cottaweg Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Wegen des Austritts von Chlorgas musste das Trainingszentrum von RB Leipzig am Donnerstagnachmittag evakuiert werden. Feuerwehr und Polizei rückten gegen 15 Uhr mit einem Großaufgebot zum Cottaweg aus. Zwei 29 und 45 Jahre alte Arbeiter wurden bei der Havarie im Keller des Gebäudes verletzt.

Das Unglück passierte bei der Installation der neuen Pool-Technik. "Beim Austausch einer Chlorgranulat-Kartusche für die Wasserbecken kam es zu einer chemischen Reaktion, so dass sich ein Chlor-Luft-Gemisch bildete", sagte Polizeisprecherin Birgit Höhn auf Anfrage von LVZ.de. Der ausführende Techniker habe eine Chlorgasvergiftung erlitten, ebenso wie ein zweiter Arbeiter, der den Raum zum Unglückszeitpunkt betrat. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Ob das giftige Gas aufgrund eines technischen Defekts oder menschlichen Versagens austrat, ist bislang noch unklar. "Es wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt", so Höhn.

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Die Feuerwehr rückte am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot zum Trainingszentrum von RB Leipzig aus. Wegen eines Chlorgas-Austritts wurde das Gebäude am Cottaweg evakuiert, zwei Menschen wurden verletzt.

Spezialkräfte des Gefahrgutzuges der Feuerwehr betraten mit Schutzanzügen das Gebäude, um den havarierten Behälter zu bergen. "Er wurde in einen Überfass luftdicht verpackt", erklärte ein Feuerwehrsprecher. Um 17.19 Uhr war die Gefahr beseitigt. Zwei weitere Rettungstrupps mit schwerem Atemschutz hatten sich für den Ernstfall bereitgehalten, kamen aber nicht zum Einsatz. Insgesamt waren knapp 40 Kameraden vor Ort. Feuerwehrchef Karl-Heinz Schneider leitete den Einsatz persönlich.

Zweitliga-Profis trainieren trotzdem

Auch RB-Geschäftsführer Ulrich Wolter und Sicherheitschef Uwe Matthias machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Sie standen zusammen mit dutzenden in Sicherheit gebrachten Arbeitern vor dem Gebäude. Für ein zur Unglückzeit auf dem Gelände trainierendes Nachwuchsteam habe keine Gefahr bestanden, betonte der Verein. Da der Cottaweg abgesperrt wurde, mussten die Eltern ihre Kinder über die Zufahrt an der Erich-Köhn-Straße abholen. Das Training der Profis unter Coach Ralf Rangnick vor dem Auswärtsspiel in Braunschweig konnte am Abend um 18 Uhr wie geplant stattfinden.

Am späten Nachmittag gab die Feuerwehr das Gebäude wieder teilweise frei. Der Kellerbereich blieb aus Sicherheitsgründen weiter gesperrt und wurde belüftet. Dort sollten noch Messungen vorgenommen werden. Der Zeitplan für die Eröffnung des Trainingszentrums werde durch die Havarie nicht ins Wanken geraten, zeigte sich Uwe Matthias gegenüber LVZ.de optimistisch. „Wir gehen davon aus, dass morgen alles wie geplant fortgesetzt werden kann“, so der RB-Sicherheitschef.

Robert Nößler / Matthias Roth

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