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Trio aus dem Harz vor Leipziger Amtsgericht: Täter planten Sprengstoffanschlag auf Polizei

Trio aus dem Harz vor Leipziger Amtsgericht: Täter planten Sprengstoffanschlag auf Polizei

Wegen des versuchten Sprengstoffanschlages auf einen Dienstwagen der Bundespolizei hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei junge Männer aus dem Harz erhoben.

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(Symbolfoto)

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Das Trio (23/23/27) soll am 20. März 2013 im Parkhaus West des Leipziger Hauptbahnhofes einen VW Passat bereits für eine Explosion präpariert haben.

Die Behörde warf den Angeklagten gestern am Amtsgericht vor, an jenem Tag gegen 18.30 Uhr Schwarzpulver aus mehreren Feuerwerkskörpern in den Auspuff des Wagens gefüllt, eine Lunte gelegt und angebrannt zu haben. Einer der Beschuldigten soll diese Aktion seiner beiden Komplizen mit dem Handy gefilmt haben. "Das Feuer erlosch, bevor das Schwarzpulver zündete", so gestern die Staatsanwältin. Der Pkw sei nicht beschädigt worden. Sie warf dem Trio versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie versuchte Sachbeschädigung vor. Eine Zeugin hatte die Tat beobachtet. Bei den Verdächtigen, die Ermittler seinerzeit der rechtsextremen Szene zuordneten (die LVZ berichtete), fanden daraufhin Wohnungsdurchsuchungen statt. Das Motiv wurde gestern nicht genannt. Dem Vernehmen nach sollen die teils vorbestraften Beschuldigten, die aus Wernigerode und Blankenburg stammen, jedoch "Probleme mit der Polizei" gehabt haben.

Die Verhandlung wurde auf Juli vertagt, weil ein Gutachter vom Landeskriminalamt Sachsen erkrankt ist. Zudem hatte einer der Verteidiger die Aussetzung des Verfahrens beantragt; er verfügte nur über eine unvollständige Akte. Zwei Angeklagte sind arbeitslos, der dritte arbeitet in der Firma seines Vaters.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2015

Sabine Kreuz

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