Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 15 ° Gewitter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Überfall-Serie auf Frauen in Leipzig – Angeklagter massiv vorbestraft

Prozess am Landgericht Überfall-Serie auf Frauen in Leipzig – Angeklagter massiv vorbestraft

Seit Jahren terrorisiert er immer wieder junge Frauen in Leipzig. Finanzberater Enrico S. (28) ist bereits 2010 und 2012 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Derzeit steht der mutmaßliche Sex-Täter wegen einer erneuten Übergriff-Serie vor dem Landgericht.

Der mutmaßliche Serien-Sex-Täter Enrico S. aus Leipzig sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

Leipzig. Der mutmaßliche Sex-Täter Enrico S. (28), der sich derzeit wegen einer Überfallserie auf junge Frauen vor dem Landgericht verantworten muss, ist wegen vergleichbarer Fälle massiv vorbestraft. Bereits 2010 sorgte er als „Wohnheim-Schreck“ für Schlagzeilen. Dem damaligen Urteil zufolge lauerte er nachts ausländischen Studentinnen auf, verfolgte sie bis zu ihren Wohnheimen im Süden Leipzigs und griff sie an. Einer Britin hielt er zudem ein Messer an den Hals. Vor Gericht entschuldigte er sich wortreich. Er habe sich klein und minderwertig gefühlt. Macht habe er allein schon in dem Moment empfunden, als er seinen Opfern den Mund zuhielt. Das Landgericht verurteilte ihn wegen vier Übergriffen im November 2010 zu einem Jahr und zehn Monaten Haft – auf Bewährung.

Diese wurde später widerrufen: Denn schon im Frühjahr 2012 fiel Enrico S. erneut maskiert über Frauen her. Die Sanktion des Amtsgerichts im Oktober: drei Jahre und vier Monate Haft wegen Nötigung und Körperverletzung. In mindestens sechs Fällen war er Passantinnen, die nachts mit Bus oder Bahn nach Hause fuhren, gefolgt und hatte versucht, ihnen den Mund zuzudrücken. Nach Haftverbüßung kam der Finanzberater im Juli 2015 auf freien Fuß. Und bereits im Oktober soll seine jüngste unheimliche Serie eingesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft listete zunächst 21 Übergriffe auf. Nachdem wegen schwieriger Beweislage sieben Fälle nicht zur Verhandlung zugelassen oder die Verfahren eingestellt wurden, stehen aktuell noch 14 Überfälle zur Debatte. Und wiederum soll er nachts zugeschlagen, die Frauen von der Haltestelle bis zu ihrem Wohnhaus verfolgt, sie begrapscht und eines der Opfer im Juli 2016 vergewaltigt haben. Enrico S. bestreitet die Vorwürfe. Das Landgericht will am 13. März urteilen. Am Dienstag stellte es drei Verfahren um Beleidigung und Kinderporno-Besitz ein. Die Strafe dafür würde neben der zu erwartenden nicht ins Gewicht fallen, hieß es.

Von Sabine Kreuz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Leipzig
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Leipziger Ordnungsamt. mehr