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Überfall auf 15 Frauen in Leipzig - Angeklagter gesteht alles

Überfall auf 15 Frauen in Leipzig - Angeklagter gesteht alles

November innerhalb weniger Stunden drei Frauen attackiert hatte, konnte er noch kurz vor Mitternacht durch einen Polizeifahnder gefasst werden. Seither sitzt Duy N.

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Auf dem Weg zum Gerichtssaal: Der wegen 15 Übergriffen auf Frauen angeklagte 33-Jährige hat gestern alles zugegeben.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Nachdem er am 30. (33) in Untersuchungshaft. Gestern legte der Vietnamese am Landgericht ein Geständnis ab. Wie Verteidiger Wolfgang Männel erklärte, gebe sein Mandant alles zu, wobei er sich teils an den konkreten Tatablauf nicht mehr erinnern könne.

"Er hat mich gebeten zu sagen, dass ihm die ganze Geschichte sehr leid tut. Nachdem zwei Überfälle geklappt hatten, machte er sich keine Gedanken über Alternativen mehr." Der Drang zur Beschaffung von Geld für Drogen habe im Vordergrund gestanden. Wie berichtet, stellte die 6. Strafkammer zum Prozessauftakt vorige Woche eine Haftstrafe "von knapp unter zehn Jahren" in Aussicht, aber nur im Falle eines Geständnisses. Ein Urteil ergeht voraussichtlich am 24. September.

Laut Verteidiger kam der angeklagte Vietnamese, ein Elektriker, im August 2013 mit seiner hochschwangeren Frau nach Leipzig, erhielt hier zunächst von Landsleuten für wenig Geld Rauschgift. "Als die ganze Truppe im Crystal-Labor festgenommen wurde, konnte er aber nicht mehr von den Drogen Abstand nehmen", so der Anwalt. Duy N. sei fast nie mehr zu Hause gewesen.

Fahnder konnte Überfallserie beenden

Fahnder Falk M. (34) konnte die Überfallserie mit Hilfe von Kollegen schließlich stoppen. Nach dem 15. Übergriff am 30. November in der Konradstraße hielt er sich in der Gegend auf. "Auf der Straße sah ich eine Person, die von der Bekleidung und vom Aussehen her infrage kam. Zudem war die Ähnlichkeit mit dem Mann auf unseren Fahndungsfotos, die wir aus Überwachungskameras in der Straßenbahn hatten, verblüffend." Also habe er den Unbekannten angesprochen. "Er verharrte kurz, dann flüchtete er." Als sich der Mann in die Enge getrieben fühlte, "begann er wie eine Raubkatze, die gefangen ist, hin- und herzurennen sowie Laute von sich zu geben". So etwas habe er noch nie erlebt, so der Polizist als Zeuge vor Gericht.

Mehrere Opfer schilderten gestern die Folgen der Übergriffe: Verkäuferin Elena T. (42) blieb tagelang die Stimme weg, sie hat nach wie vor große Angst bei Dunkelheit. Tiermedizin-Studentin Maja H. (20) gerät in Panik, wenn sich ihr Leute von hinten nähern. Fremdsprachen-Korrespondentin Claudia K. (26) läuft im Dunkeln nicht mehr durch kleine Seitenstraßen. Und Helga A. (76), die sich oft 3.30 Uhr als Inventur-Helferin auf den Weg macht, wird jetzt immer an der Haustür abgeholt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2014

Sabine Kreuz

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