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Übergriffe auf Kinder in Leipzig – Profiler prüfen alle Fälle

Übergriffe auf Kinder in Leipzig – Profiler prüfen alle Fälle

Nach den Übergriffen von Sexualstraftätern auf Schulkinder in Eutritzsch, Schönefeld und Mockau (die LVZ berichtete) gibt es trotz intensiver Ermittlungen noch keinen konkreten Tatverdacht.

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Tatort Thaerstraße in Leipzig: Hier fand der bislang letzte Übergriff statt.

Quelle: André Kempner

"Wir nehmen die Fälle nach wie vor sehr ernst", teilte Polizeisprecher Andreas Loepki auf Anfrage der LVZ mit. "Aber es handelt sich um noch laufende Ermittlungsverfahren."

Bei der Suche nach den Tätern verfolgt die Kripo mehrere Ansätze. "In diesen Fällen wurden Tatrekonstruktionen, Lichtbildvorlagen und Standardermittlungen durchgeführt", erklärte Loepki. "So erfolgte die Sicherung von DNA-Spuren." Dies habe aufgrund der Spurenspezifik jedoch viel Zeit in Anspruch genommen. Gleiches gelte für die Auswertung, die noch nicht abgeschlossen sei, so der Behördensprecher. Zudem konnte die Polizei zumindest vereinzelt Zeugen ausfindig machen und befragen.

Außerdem wurden Experten des Bereiches Operative Fallanalyse des Landeskriminalamtes Sachsen in die Ermittlungen einbezogen. Regelmäßig werden diese Profiler um Hilfe gebeten. So waren die besonders geschulten Kriminalbeamten beispielsweise auch in die Ermittlungen zum Mord an der achtjährigen Michelle in Stötteritz einbezogen worden. Die Fallanalytiker hatten damals ein zutreffendes Profil des Täters erstellt, im März 2009 gestand der 18-Jährige das Verbrechen.

In den drei aktuellen Fällen gehen die Ermittler von mehreren Tätern aus, einen Zusammenhang zwischen den Übergriffen hatte die Polizei bereits ausgeschlossen. Zuletzt war am 11. Februar in der Eutritzscher Thaerstraße eine 13-Jährige von einem Unbekannten attackiert worden, als sie sich auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle am Eutritzscher Markt befand, um von da zum Brockhaus-Gymnasium zu fahren. Am 4. Februar wurde in der Schönefelder Bästleinstraße ein elfjähriges Mädchen angegriffen, am 15. Januar ein elfjähriger Junge auf dem Gelände des Gymnasiums in der Kieler Straße. Die Kinder wehrten sich nach Kräften, konnten entkommen. Wie ernst die Polizei die Fälle nimmt, zeigt auch: Sowohl Polizeipräsident Bernd Merbitz als auch Kripo-Chef Petric Kleine besuchten mehrfach das Brockhausgymnasium, so Loepki, "um einer aufkommenden Hysterie entgegenzuwirken".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.04.2014

Döring, Frank

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