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Umstürzender Kran erschlägt Bauarbeiter in Leipzig-Gohlis - Bergung schwierig

Umstürzender Kran erschlägt Bauarbeiter in Leipzig-Gohlis - Bergung schwierig

Tragisches Unglück in Leipzig-Gohlis: Auf einer Kita-Baustelle in der Hans-Oster-Straße ist am Mittwoch ein Kran umgestürzt. Dabei wurde nach Polizeiangaben ein Bauarbeiter erschlagen.

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Ein umgestürzter Kran hat am Mittwoch einen Bauarbeiter in Leipzig-Gohlis erschlagen.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der Mann starb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen. Warum der Autokran umkippte, ist noch unklar. Womöglich gab der vom Regen durchweichte Untergrund unter der tonnenschweren Last nach.

Das Unglück ereignete sich gegen 15.20 Uhr. Der Arbeiter stand auf dem Dach des einstöckigen Neubaus, als ihn der Kranausleger traf. Zum Verunglückten konnte die Polizei am Nachmittag noch keine konkreten Angaben machen, vermutlich handele es sich jedoch um einen Mann im Alter von 56 Jahren. "Das Opfer konnte bislang noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden", sagte Polizeisprecher Alexander Bertram gegenüber LVZ-Online.

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Leipzig. Eine Woche nach dem tödlichen Kran-Unfall in Leipzig-Gohlis ist noch immer unklar, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Bislang liege noch immer kein abschließendes Ergebnis zur Unglücksursache vor, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online. Gegen den 53-jährigen Fahrer werde weiter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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Aufgeweichter Boden als mögliche Unglückursache

Auf dem ehemaligen Kasernenareal zwischen Hans-Oster-Straße und Fleißnerstraße wird derzeit eine neue Kita errichtet. Wie es zu der Tragödie kommen konnte, ob Sicherheitsvorschriften missachtet oder der Dauerregen den Boden aufgeweicht hatte, sollen nun Experten herausfinden. "Sie werden am Donnerstag auch den Untergrund untersuchen", so Bertram.

Die Bergung des Opfers gestaltet sich schwierig, da der Mann unter dem Ausleger eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr rückte mit Spezialtechnik an, um den Kran aufzurichten. Ob dies noch am Mittwoch erfolgt, war aufgrund der einbrechenden Dunkelheit jedoch unwahrscheinlich. Wie die Polizei am Abend mitteilte, wird zur Bergung nötige Spezialtechnik erst am Donnerstag verfügbar sein.

Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall. Auch die Landesdirektion hat wegen möglicher Verstöße gegen den Arbeitschutz eine Untersuchung eingeleitet. Ebenso waren Staatsanwaltschaft und Gerichtsmediziner vor Ort. „Um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen wurde überlegt, den Kran vorerst liegen zu lassen, und nur das Gerüst zu entfernen“, erklärte Bertram am Abend. In der Folge hätte sich jedoch das Gerüst bewegt. „Nun geht es in erster Linie um die Sicherheit der Bergungskräfte.“

nöß/F.D./joka

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