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Uni-Labor in Leipzig bleibt nach Chemie-Unfall für Monate geschlossen

Uni-Labor in Leipzig bleibt nach Chemie-Unfall für Monate geschlossen

Nach dem Chemie-Unfall mit zwei Verletzten an der Uni Leipzig kann das betroffene Labor vorerst nicht mehr benutzt werden. „Der Raum ist komplett verrußt und muss professionell gereinigt werden“, sagte Carsten Heckmann, Sprecher der Hochschule, am Dienstag gegenüber LVZ-Online.

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Feuerwehreinsatz an der Leipziger Chemie-Fakultät: Bei einem Laborunfall sind am Montag zwei Personen verletzt worden.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Da wahrscheinlich auch Möbelstücke ersetzt werden müssten, soll das Labor voraussichtlich für zwei bis drei Monate geschlossen bleiben.

„Durch das beherzte Eingreifen der Mitarbeiter konnte zum Glück Schlimmeres verhindert werden“, betonte Heckmann. Bei wissenschaftlichen Experimenten war es am Montagmittag gegen 11.55 Uhr in der dritten Etage der Fakultät für Chemie und Mineralogie in der Johannisallee zu einer Verpuffung gekommen. Eine Mitarbeiterin hatte einen Behälter mit der leicht entzündlichen Flüssigkeit Toluol fallen gelassen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot zu dem Uni-Gebäude im Zentrum-Südost aus. Die Angestellten hatten da bereits selbst zum Feuerlöscher gegriffen und den Brand erstickt.

Laborproben unbrauchbar – Fakultät richtet Interim ein

Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch unklar. Die Mitarbeiterin, der das Missgeschick passierte, wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Angestellter zog sich Verbrennungen am Finger zu, die ambulant behandelt werden konnten. Der entstandene Sachschaden lasse sich noch nicht beziffern, so Heckmann. Durch den Brand seien auch Laborproben der Wissenschaftler unbrauchbar geworden.

Auf den Lehrbetrieb der Uni soll sich die Labor-Sperrung nicht auswirken. „Einer der Praktikumsräume wird so hergerichtet, dass dort Versuche stattfinden können“, so Heckmann. Durch den Unfall und das daraus entstandene Feuer wurde auch eine Wasserversorgungsleitung beschädigt. Die Schäden durch den Brand blieben ansonsten aber örtlich begrenzt. Die chemischen Stoffe seien fachgerecht entsorgt worden, hieß es von der Feuerwehr. Gefahr für die Umwelt habe nicht bestanden. Gegen 15.30 Uhr war der Einsatz an der Fakultät beendet.

Robert Nößler / F.D.

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