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Unwetterschäden in der Oper Leipzig – Messestadt kommt glimpflich davon

Regenwasser im Zuschauerraum Unwetterschäden in der Oper Leipzig – Messestadt kommt glimpflich davon

Schreck in der Oper Leipzig: Als die Gewitter am Donnerstag über der Stadt losbrachen, regnete es plötzlich in den Zuschauerraum des Hauses. Offenbar war das Dach während der Sanierungsarbeiten nicht ausreichend gesichert.

Planen sollten die Sitzreihen vor weiteren Wasserschäden schützen.
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig.  Eines der Unwetter zwischen Donnerstag und Freitag hat auch die Leipziger Oper beschädigt. Als der erste Gewitterguss über Leipzig niederging, regnete es in den Zuschauerraum. Das Wasser floss am Eisernen Vorhang entlang in den Raum, auch Sitze der ersten Reihe wurden nass, so Oliver Gerds, Technischer Direktor des Hauses, am Freitag gegenüber LVZ.de.

Ursache waren nach ersten Erkenntnissen nicht ausreichend gesicherte Sanierungsarbeiten am Dach. Eine Haube sei nicht gut genug abgedichtet gewesen. „Das ist eine Rauchhaube über dem Zuschauerraum. Von dort gibt es über eine Klappe einen kurzen Weg hinein“, erklärt Gerds.

Beim Unwetter am 22. Juni in Leipzig ist Wasser in den Zuschauerraum der Oper Leipzig eingedrungen. Am Dach laufen Sanierungsarbeiten, eine Haube war nicht ausreichend abgedichtet. Fotos: Dirk Knofe

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Eigentlich sollte gerade eine Probe beginnen, als das Wasser von oben in den Zuschauerraum eindrang. „Zum Glück hatten wir keine Aufführung“, sagt Sprecherin Bettina Auge. Denn bei der Havarie habe es nicht nur getröpfelt. Mit Planen wurde der betroffene Zuschauerbereich gesichert. Die Feuerwehr musste nicht hinzugerufen werden, so Auge. „Das haben wir erstmal selbst in den Griff bekommen.“

Auch die am Dach arbeitende Fima sei sofort alarmiert worden. „Bis zum zweiten Unwetter in der Nacht konnte das Dach gesichert werden“, so Auge weiter. Die Technische Direktion war noch bis Mitternacht im Haus um zu überprüfen, dass das Haus dann wetterfest war.

Ausschließen kann Gerds bereits, dass Beleuchtungsanlagen oder Maschinen von dem Wassereinbruch in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Derzeit seien lediglich Wasserflecken an der Saaldecke ausgemacht worden. Wie die Oper am Freitagmittag mitteilte, sind kommende Aufführungen nicht in Gefahr. Am Sonntag steht "Salome" auf dem Spielplan, und schon am Samstag hebt sich der Vorhang um 15 Uhr für ein Luther-Kinderchor-Projekt. Titel: „Das Biest kann schwimmen“.

Ein Unwetter ist am Donnerstag über die Messestadt gezogen. Die Leipziger Feuerwehr musste im Stadtgebiet zu mehreren Einsätzen ausrücken. (Fotos: privat)

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Vergleichsweise wenig Unwetterschäden in Leipzig

Insgesamt ist die Messestadt bei den zahlreichen Gewittern bis zum Freitagmorgen glimpflich davon gekommen. Wie Polizeisprecher Alexander Bertram gegenüber LVZ.de sagte, gab es insgesamt 15 Notrufe. „Im Vergleich ist das aber verschwindend gering, sonst haben wir bei Gewittern mehr als 100 Notrufe.“

Unter anderem wurden die Rettungskräfte zu einem umgestürzten Bauzaun in der Stuttgarter Allee und zu einem Fahrzeug in der Karl-Tauchnitz-Straße gerufen, das durch einen herabstürzenden Ast leicht beschädigt wurde. In der Prager Straße fiel parallel dazu eine Ampelanlage aus, in der Schubertstraße befürchteten Anwohner indes, dass ein Baukran umstürzen würde. „Der bewegte sich stark, drehte sich. Am Ende wurde aber eingeschätzt, dass trotzdem keine Gefahr besteht – Baukräne halten ja eine Menge aus“, so der Polizeisprecher weiter.

Stromausfall in Miltitz – bis zu 22 Liter Wasser pro Quadratmeter

Aus dem Stadtteil Miltitz wurde allerdings auch eine beschädigte Oberleitung und ein temporärer Stromausfall gemeldet. Wie Stefan Buscher, Sprecher des zuständigen Energieversorgers EnviaM am Freitag sagte, fiel ein Ast während des Gewitters in der Geschwister-Scholl-Straße auf die dortige Stromleitung. Es kam zum Kurzschluss und die 20 Anrainer mussten zwischen 18.20 Uhr und 0.20 Uhr ohne Strom auskommen.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) regnete es bei den Gewittern rings um Leipzig örtlich zwischen 15 bis 22 Liter Wasser auf die Erde. Der Wind erreichte Spitzengeschwindigkeiten bis zu 65 Kilometern pro Stunde.

Die stärksten Regenfälle im Freistaat gingen am Donnerstagabend auf die Region bei Plauen nieder. In der dortigen Messstation wurden 48 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen.

Von Evenlyn ter Vehn / Matthias Puppe

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