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Verdächtiges Pulver in Brief entdeckt: Postbank-Gebäude in Leipzig-Nordost teilweise evakuiert

Verdächtiges Pulver in Brief entdeckt: Postbank-Gebäude in Leipzig-Nordost teilweise evakuiert

Leipzig. Der Fund eines verdächtigen Pulvers in einem Brief hat am Montagmorgen im Leipziger Nordosten einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Gegen 8.15 Uhr war im Postbank-Gebäude im Forum am Mariannenpark ein Kuvert mit einer weißen Substanz entdeckt worden. Das Gebäude an der Rohrteichstraße in Schönefeld sei deshalb teilweise evakuiert worden, sagte Feuerwehrsprecher Joachim Petrasch gegenüber LVZ-Online.

Die zwei Mitarbeiter, die sich in dem Raum befanden, wurden in Sicherheit gebracht und ärztlich untersucht. Ihnen gehe es gut, erklärte Polizeisprecher Uwe Voigt. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften sperrte dennoch sicherheitshalber den Fundort ab. Die Feuerwehr betrat das Gebäude mit Schutzanzügen, um die unbekannte Substanz sicherzustellen und den Raum zu säubern, berichtete Petrasch. Dies sei aus Sicherheitsgründen der vorgeschriebene Ablauf in solchen Fällen. Die Feuerwehr war mit insgesamt 27 Kameraden und neun Fahrzeugen im Einsatz.

Pulver wird im Labor untersucht

 

Eine gesundheitliche Gefährdung könne bereits nahezu ausgeschlossen werden, so Jack Dietrich vom Lagezentrum der Polizei. Dass es sich bei der Substanz um Milzbranderreger (Anthrax) handele, sei aufgrund der Konsistenz „sehr unwahrscheinlich“. Um letzte Sicherheit zu erhalten, werde das Pulver nun ins Labor geschickt. Die Prüfung dauere voraussichtlich mehrere Tage. Der Messdienst der Feuerwehr konnte laut Petrasch bei einer ersten Untersuchung keine Gesundheitsgefahr feststellen.

Das verdächtige Kuvert war am Morgen bei der Bearbeitung der eingehenden Briefe im Postverteilzentrum gefunden worden. Der Absender des Schreibens komme aus Nordrhein-Westfalen und sei bereits kontaktiert worden, erklärte Polizeisprecher Voigt.

Fundort bleibt vorerst gesperrt

Noch im Laufe des Vormittags wurde das Geschäftshaus am Stannebeinplatz, in dem die Leipziger Postbank-Niederlassung ihren Sitz hat, wieder freigegeben. Der Raum, in dem das Pulver gefunden wurde, soll nach Anweisung der Landesdirektion bis zum Abschluss der Laboruntersuchung gesperrt bleiben.

Es sei denkbar, dass Trittbrettfahrer den Brief manipuliert haben könnten, um sich einen Scherz zu erlauben, hieß es aus Ermittlerkreisen. Erst Ende September war in einem Tochterunternehmen der Deutschen Bank in Schkeuditz ein Brief mit weißem Pulver entdeckt worden, das sich später als ungefährlich herausstellte. Um welche Substanz es sich handelte, bleib unklar. Auch hier musste ein Großaufgebot an Einsatzkräften ausrücken. Mehr als 500 Personen waren vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden.

Robert Nößler

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