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Verfolgungsjagd in der Eisenbahnstraße – 33-Jähriger rammt Streifenwagen in Leipzig

Verfolgungsjagd in der Eisenbahnstraße – 33-Jähriger rammt Streifenwagen in Leipzig

Erneut hat sich ein Mann in Leipzig mit der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert. Der 33-Jährige sollte gegen 0.20 Uhr in der Eisenbahnstraße von Beamten kontrolliert werden.

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In den vergangenen Wochen waren immer wieder Autofahrer vor den Beamten geflüchtet.

Quelle: Tanja Tröger

Leipzig. Statt anzuhalten, trat der Autofahrer aber auf’s Gaspedal. „Die Kollegen haben die Verfolgung aufgenommen“, berichtete Polizeisprecher Christian Schulze. In Höhe Rabet seien beide Fahrzeuge zusammengestoßen.

Die genauen Umstände des Unfalls sind noch nicht geklärt. Verletzt wurde niemand, an den Autos entstand ein Schaden von rund 1000 Euro. Der Mann muss sich nun auf ein Strafverfahren einstellen. Nach Angaben der Polizei hatte er auch Drogen genommen. Das habe ein Schnelltest ergeben. Zudem besitze er keine Fahrerlaubnis.

Die Ordnungshüter haben sich bereits in den vergangenen Wochen mehrere Verfolgungsjagden mit Autofahrern geliefert. Allein seit Ende September kam es in der Messestadt zu sechs größeren Vorfällen. Die Gefahren sind laut Polizei enorm.

Eine Streife wollte in der Nacht zum 3. Dezember zwei Drogenabhängige im Stadtteil Lindenau kontrollieren, nachdem diese bei roter Ampel über eine Kreuzung gefahren waren. Doch die mit Rauschgift zugedröhnte Opel-Fahrerin (25) trat auch in diesem Fall aufs Gas, überfuhr mehrere Kreuzungen bei Rot, versuchte den Funkwagen abzuschütteln. Erst im Zentrum endete ihre Flucht - an einer zweiten Straßensperre der Polizei.

„Diese Fälle bergen ein gewaltiges Gefahrenpotenzial“, sagte Schulze. „Für die Tatverdächtigen, für die Polizeibeamten und vor allem auch für völlig Unbeteiligte.“ So wollte ein Mopedfahrer (17) am 27. September in Grünau auf dem Fußweg vor der Polizei fliehen, erfasste dabei eine schwangere Frau, die mit ihrem Kleinkind unterwegs war. Sie wurde verletzt, ihrem Kind und dem ungeborenen Baby geschah nichts.

Als am 8. November eine Mercedes-Fahrerin (32) auf der Flucht vor einer Polizeistreife in den Freisitz des Hotels Fürstenhof am Tröndlinring krachte, war Glück im Spiel: Der Freisitz war - wetterbedingt - nicht besetzt. Wegen  des Risikos wäge die Polizei stets ab, ob eine Verfolgung angemessen ist oder der Verdächtige auf andere Weise gestellt werden kann, so Schulze.

Häufig fliehen Autofahrer vor Kontrollen, weil sie keinen Führerschein haben, Auto oder Kennzeichen gestohlen sind. Auf derartige Diebstähle sollen die Ordnungshüter künftig noch schneller stoßen. Vor zwei Wochen stellte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) neue Kennzeichenerkennungssysteme vor. Sechs dieser Spezialkameras kommen bei der sächsischen Polizei zum Einsatz.

Damit lassen sich vom Straßenrand aus Kennzeichen von vorbeifahrenden Autos erfassen und mit Datenbanken abgleichen. Sind ein Kennzeichen oder ein Wagen als gestohlen gemeldet, beginnt die Verfolgung des Verdächtigen.

Matthias Roth/Frank Döring

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