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Verfügung: Leipzig verhängt Einreiseverbot für Bandenmitglieder

Rockerkrieg Verfügung: Leipzig verhängt Einreiseverbot für Bandenmitglieder

Die Stadt Leipzig fährt schwere Geschütze im Rockerkrieg auf: Das Rathaus verhängt ein Einreiseverbot für Mitglieder von Rockerbanden. Auswärtige Anhänger einschlägiger Gangs sollen von Freitag, 1. Juli, bis Montag, 4. Juli, das Stadtgebiet nicht betreten dürfen.

Nach der Schießerei am Samstag auf der Eisenbahnstraße in Leipzig wurden 14 Beteiligte vorübergehend festgenommen. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Die Stadt Leipzig fährt schwere Geschütze im Rockerkrieg auf: Das Rathaus verhängt ein Einreiseverbot für Mitglieder und Anwärter von Rocker- und Straßenbanden. Auswärtige Anhänger des Hells Angels MC, des Red Devils MC und der United Tribuns dürfen das Stadtgebiet von Freitag, 1. Juli, ab 22 Uhr bis Montag, 4. Juli, 6 Uhr nicht betreten. Das teilte das Ordungsamt am Donnerstag mit. Die Polizei soll das Einreiseverbot mit umfangreichen Kontrollen absichern. Zuwiderhandlungen können mit einem Zwangsgeld von bis zu 2500 Euro geahndet werden, heißt es weiter.

Bei einer Schießerei zwischen Mitgliedern der Streetgang "United Tribuns" und der Motorrad-Gang "Hells Angels" am Samstagnachmittag sind ein Mann getötet, zwei weitere verletzt worden.

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Die Kommune beruft sich dabei auf den Paragraf 21 des Sächsischen Polizeigesetzes (Absatz 2). Dort sind die Voraussetzungen eines Platzverweises geregelt. Bedingung dafür ist eine Gefahr für die oder eine Störung der öffentlichen Ordnung. Platzverweise dieser Art dürfen nur "vorübergehenden Charakter" haben und müssen räumlich klar begrenzt sein.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Hells Angels und United Tribuns am Samstag im Leipziger Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld waren drei Gangmitglieder der Tribuns niedergeschossen worden. Eines der Opfer verstarb wenig später im Krankenhaus. Die Polizei hat den mutmaßlichen Schützen sowie den Chef der Leipziger Hells-Angels-Gruppe festgenommen. "Danach sind aus polizeilicher Sicht Vergeltungsmaßnahmen mit extremer Gewalt zu befürchten", heißt es vonseiten der Stadt. Ordnungsamt und Polizei würden seit dem Vorfall "in enger Abstimmung" stehen.

bm / jhz

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