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Versuchte Kindesentführung in Leipzig-Mockau? – Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Versuchte Kindesentführung in Leipzig-Mockau? – Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Hat in Mockau ein Mann versucht, einen Elfjährigen direkt vom Schulhof zu entführen? Der Junge berichtete dies gestern seiner Mutter (53), die nach LVZ-Informationen daraufhin Anzeige erstattete.

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Alptraum für Eltern: Wurde in Mockau beinahe ein Kind verschleppt?

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Während die Kripo noch prüft, ob es sich wirklich so zugetragen hat, sind viele Eltern in großer Sorge. Zumal es in den vergangenen Monaten auch in anderen Stadtteilen zu Vorkommnissen mit mutmaßlichen Kinderfängern gekommen ist.

Es klingt schockierend, was die Mockauerin auf dem zuständigen Polizeirevier berichtete: Demnach wollte ein unbekannter Mann gestern gegen 8.30 Uhr ihren elfjährigen Sohn kidnappen - und zwar direkt vom Gelände des Brockhaus-Gymnasiums in der Kieler Straße. Der Täter habe kein Wort gesagt, den Jungen an der Jacke gepackt und ihn vom Schulgelände zerren wollen. Ihr Sohn trat den unheimlichen Fremden, schrie um Hilfe und riss sich los, so die Mutter. Dann rannte er von der Schule weg, bis zum Mockau-Center und von da über die Mockauer Straße bis zur Wollkämmerei in der Volbedingstraße - eine Strecke von immerhin zwei Kilometern. Der Fünftklässler konnte seinen mutmaßlichen Kidnapper sogar beschreiben: 1,65 bis 1,70 Meter groß, 40 bis 50 Jahre alt, dunkler, leicht angegrauter Vollbart, Kapuzenjacke und eingerissene Jeans.

Angesichts der Brisanz des Falles schaltete das Revier die Kripo ein. Und auch unter vielen Eltern machte die Geschichte gestern sofort die Runde - keineswegs nur in Mockau. "Vielleicht ist das derselbe Mann, der in Gohlis unseren Kindern auflauerte", befürchtete ein Vater. Im November vorigen Jahres hatte ein Mann mit weißem Kastenwagen im Umfeld der Erich-Kästner-Grundschule versucht, ein siebenjähriges Mädchen und einen Schüler aus der dritten Klasse mit Schokolade in sein Auto zu locken. Doch Zusammenhänge zum möglichen Mockauer Fall schloss die Polizei gestern aus: Die Täterbeschreibungen seien zu unterschiedlich.

Noch immer präsent in den Köpfen besorgter Eltern ist auch der Fall des mutmaßlichen Pädophilen, den die Kripo vor einem Jahr ermittelte. Der Mann nahm vor der Gohliser Grundschule sowie in Neuschönefeld und Reudnitz-Thonberg in sechs Fällen vor Kindern exhibitionistische Handlungen an sich vor (die LVZ berichtete).

Gestern wurde zudem ein schweres Vorkommnis im Umfeld der Grundschule am Floßplatz bekannt: Ende vorigen Jahres ist ein Junge von einem Unbekannten in der Karl-Liebknecht-Straße geschlagen worden, die Hintergründe sind unklar. Die Schule nahm dies zum Anlass für eine außerordentliche Belehrung - obwohl die Kinder ohnehin schon regelmäßig zum Verhalten gegenüber Fremden und in Gefahrensituationen geschult werden, es sogar Selbstverteidigungskurse gibt.

Im Fall um den mutmaßlichen Entführungsversuch gestern in Mockau will die Kripo heute zunächst den Jungen befragen. Denn bislang sagte lediglich dessen Mutter aus. "Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat", so ein hochrangiger Ermittler gegenüber der LVZ, "ist derzeit noch offen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2014

Frank Döring

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