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Versuchter Mord: Haftbefehl aufgehoben - Polizist aus Leipzig ist wieder auf freiem Fuß

Versuchter Mord: Haftbefehl aufgehoben - Polizist aus Leipzig ist wieder auf freiem Fuß

Schwerer Vorwurf gegen einen Leipziger Polizisten: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Beamten wegen versuchten Mordes im Dienst. Der Mann saß in Untersuchungshaft, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

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Ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei nahm den Beamten auf seiner Dienststelle fest (Archivfoto).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Der Polizist hatte allerdings Haftbeschwerde eingelegt. Das Landgericht prüfte die Einwände und hob am Mittag den Haftbefehl auf: Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht - der Mann ist wieder auf freiem Fuß.

Die Staatswanwaltschaft geht den Vorwürfen weiterhin nach. Ob die Anklagebehörde eine Beschwerde gegen die Haftentlassung einlegt, werde noch geprüft, so Staatsanwalt Ricardo Schulz gegenüber LVZ-Online. Der Polizist soll im Dienst „mit der Benutzung eines Kraftfahrzeuges“ eine Straftat begangen haben, hieß es am Donnerstag von Seiten der Staatsanwaltschaft lediglich. Wie LVZ-Online aus Polizeikreisen erfuhr, handelt es sich um einen Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE). Der Mann, Anfang 30, sei bereits vor einigen Tagen von SEK-Spezialisten auf seiner Dienststelle festgenommen und entwaffnet worden.

Kontakt zu den Hells Angels?

Die Hintergründe der Tat blieben zunächst nebulös. Bei einem Einsatz im Umfeld der der Eisenbahnstraße soll der Zivilpolizist Ende Oktober einen per Fahrrad flüchtenden Tatverdächtigen – ein mutmaßlicher Drogendealer – mit seinem Dienstfahrzeug angefahren haben. Laut einem Bericht der Dresdner Morgenpost habe der verdeckte Ermittler anschließend am Telefon vor einem Rocker aus dem Umfeld der Hells Angels mit seiner Tat geprahlt. Das Gespräch sei angeblich im Zuge der Ermittlungen um die Schießereien in der Eisenbahnstraße abgehört worden, da der Rocker im Visier der Sonderkommission (Soko) Connect stand, heißt es.

Dieser Darstellung widersprach die Staatsanwaltschaft Leipzig am Donnerstag vehement. „Der Tatverdacht gegen den Beschuldigten ergibt sich nicht aus einem abgehörten Telefonat des Beschuldigten“, teilte Sprecher Ricardo Schulz mit, ohne sich zu weiteren Hintergründen zu äußern. Die dem Polizisten vorgeworfene Tat habe „keine Beziehungen zu den Ermittlungen der Soko Connect“, betonte der Oberstaatsanwalt. Auch eine Verbindung zu den Hells Angels habe bei der Festnahme angeblich keine Rolle gespielt.

Polizist wehrt sich gegen Haftbefehl

Dem in den Unfall verwickelten Tatverdächtigen gelang offenbar die Flucht. „Der Staatsanwaltschaft liegen bisher keine Informationen zur Identität des Geschädigten und den mutmaßlich erlittenen Verletzungen vor“, erklärte Schulz. Der Polizist bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Robert Nößler/fd

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