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Polizeiticker Leipzig Verunglückter Güterzug in Leipzig mit schwerem Gerät geborgen
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Verunglückter Güterzug in Leipzig mit schwerem Gerät geborgen
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13:08 22.10.2016
Das Stellwerk in Leipzig-Engelsdorf wurde bei dem Zugunglück am Donnerstagabend völlig zerstört. Quelle: Holger Baumgärtner
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Leipzig

 Am Rangierbahnhof in Leipzig-Engelsdorf laufen nach dem Zugunglück vom Donnerstagabend die Aufräumarbeiten. Mit schwerem Gerät haben Experten der Deutschen Bahn und des Technischen Hilfswerks (THW) am Freitagabend den Güterzug wieder auf die Schienen gehoben. Das Fahrzeug war aus bislang unbekannter Ursache bei Rangierarbeiten teilweise entgleist und in ein Stellwerk gekracht. Ein Weichenwärter in dem Gebäude wurde dabei schwer verletzt.

Der Zug sei inzwischen in eine Werkstatt geschleppt worden, teilte ein Bahnsprecher in Berlin am Samstag auf Anfrage von LVZ.de mit. In zwei Gefahrgutkesseln am hinteren Ende des Güterzugs befand sich verflüssigtes Kohlenwasserstoffgas, welches jedoch nicht austrat. Ein Kran war laut Bahn für die Bergung, die bis 20.45 Uhr andauerte, nicht notwendig.

Am Donnerstagabend ist ein Güterzug in ein Gebäude am Bahnhof Engelsdorf gekracht, ein Mensch wurde dabei verletzt. Fotos: André Kempner

Die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes sicherte bis zum Freitagmittag vor Ort Spuren und führte Ermittlungen zur Unglücksursache durch. Mit dem abschließenden Gutachten werde frühestens in einigen Wochen gerechnet, so eine Sprecherin der Bundespolizei in Leipzig gegenüber LVZ.de.

Spezialfirma pump Öltanks leer

Um 12.30 Uhr am Freitag gaben die Ermittler die Unfallstelle für die Aufräumarbeiten frei. Die Trümmer des Weichenstellwerks, welches durch den Unfall komplett zerstört wurde, waren am Samstagmorgen weitgehend beseitigt. „Unter Mithilfe des THW ist der Schuttberg aus den Gleisen beseitigt worden. Die Kräfte sind nun dabei, die Bereiche neben den Gleisen zu räumen“, so der Bahnsprecher am Vormittag. Eine Spezialfirma sei damit beauftragt worden, zwei Öltanks aus dem zerstörten Stellwerk leer zu pumpen. Bis Montagmorgen, 6 Uhr, sollen die Aufräumarbeiten abgeschlossen sein.

Zwei Gleise auf dem Rangierbahnhof sind weiterhin gesperrt. Auswirkungen im Personen- oder Güterverkehr gebe es dadurch nicht, so die Bahn. Für einige Lokomotiven, welche durch die Sperrungen nicht eingesetzt werden konnten, sei Ersatz organisiert worden. Auch für das zerstörte Stellwerk wird nun nach einer Ersatzlösung gesucht. Denkbar sei ein Hilfsstellwerk zu errichten, hieß es vonseiten der Bahn. Darüber werde aber frühestens zu Wochenbeginn entschieden.

Der verletzte Bahnmitarbeiter musste laut Bundespolizei auf die Intensivstation eingeliefert werden, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Zur Identität des Mannes machte die Behörde unter Verweis auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte keine Angaben.

Von Robert Nößler

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