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Polizeiticker Leipzig Vier Festnahmen nach Drogen-Razzia rund um Leipziger Hauptbahnhof
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Vier Festnahmen nach Drogen-Razzia rund um Leipziger Hauptbahnhof
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18:25 14.06.2017
Drogen-Razzia in Leipzig: Polizisten durchsuchten am Dienstag das Gebiet rund um den Hauptbahnhof und den Schwanenteich.   Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Schlag gegen die Drogenszene in der Leipziger Innenstadt: Bei der Razzia rund um den Hauptbahnhof sind am Dienstag vier Männer festgenommen worden, die bereits als Intensivtäter bekannt waren. Insgesamt habe es elf Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gegeben, teilte die Polizei am Mittwoch nach Auswertung der sogenannten „Komplexkontrolle“ mit. Die Einsatzkräfte hätten zudem vier Drogendepots in Büschen und am Boden ausgehoben, in denen sich Crystal, Heroin, Haschisch und Marihuana befanden.

Neun Stunden lang – von 12 bis 21 Uhr – hatten Ermittler der Polizeidirektion Leipzig sowie der Bundespolizei am Dienstag den als Drogendealer-Hotspot bekannten Bereich am Willy-Brandt-Platz, Schwanenteich und Bürgermeister-Müller-Park kontrolliert. Dabei kamen auch zivile Beamte und Hunde zum Einsatz. „Ziel war es, öffentlichkeitswirksam gegen die Straßenkriminalität vorzugehen. Dazu gehören insbesondere der Handel und der Besitz von illegalen Betäubungsmitteln und die Eigentumsdelikte, wie Diebstahl“, erklärte Polizeisprecher Alexander Bertram.

Festgenommene waren „Mehrfachintensivtäter Asyl“

Insgesamt seien 48 Personen überprüft worden. Vier wurden vorläufig festgenommen und einer in Gewahrsam genommen. Bei den Verdächtigen handelte es sich laut Bertram um sogenannte „Mehrfachintensivtäter Asyl“ – also polizeilich bereits in Erscheinung getretene Flüchtlinge. Noch am Mittwoch sollten drei von ihnen, ein 29-jähriger Iraker, ein 26-jähriger Libyer und ein 36-jähriger Tunesier, dem Haftrichter vorgeführt werden. Der vierte Verdächtige kam wieder auf freien Fuß.

Die Beamten hoben insgesamt vier Drogendepots aus. Quelle: Dirk Knofe

Wie die Polizei weiter berichtete, seien 15 Platzverweise ausgesprochen worden. Gegen zwei Personen, die aktiven Widerstand leisteten, wurden Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Zwei Personen griff die Polizei auf, die zur Aufenthaltsermittlung standen. „Nach Bekanntgabe ihrer Wohnadresse konnten sie aus polizeilichen Maßnahmen entlassen werden“, so Bertram.

Polizei setzte neue ID-Technik ein

Bei der Razzia stellten die Beamten nicht nur Betäubungsmittel sicher. „Eine Geldbörse und ein Personalausweis wurden bei Durchsuchungen gefunden, die eindeutig vorausgegangenen Diebstählen zugeordnet werden konnten“, berichtete Bertram. Zudem beschlagnahmten die Ermittler eine Tüte mit Kleidung, die aus einem Geschäft in der Innenstadt gestohlen wurde.

Bei den Kontrollen setzten die Beamten einen neuartigen Identitätstest ein. Mit dem sogenannten „Fast-ID“- System der Bundespolizei wurden Fingerabdrücke mit einem Scanner genommen und mit dem Automatisierten Fingerabdruck-Identifizierungs-System (AFIS) der Sicherheitsbehörden abgeglichen. „In maximal drei Minuten liegt dabei ein Ergebnis vor“, so der Polizeisprecher. Die Technik sei am Dienstag bei 35 Personen angewendet worden. Auch in Zukunft soll es weitere derartige „Komplexkontrollen“ geben, „um der wachsenden Straßenkriminalität zu begegnen“, wie Bertram ankündigte.

Von nöß

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