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Polizeiticker Leipzig Vom Sturm auf die Schienen geweht: S-Bahn kracht gegen Gartenlaube im Leipziger Osten
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Vom Sturm auf die Schienen geweht: S-Bahn kracht gegen Gartenlaube im Leipziger Osten
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11:07 11.01.2015
Eine S-Bahn krachte am Samstagabend in Leipzig-Sellerhausen gegen eine auf den Schienen liegende Gartenlaube (Symbolfoto).
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Leipzig

Die Fahrgäste der Linie S1 aus Wurzen blieben ebenso wie der Fahrer unverletzt.

Gegen 18.30 Uhr hatten die starken Windböen die Laube in einer angrenzenden Kleingartenanlage aus der Verankerung gerissen und auf die Gleise unweit der Wurzner Straße geblasen. „Da das Häuschen in einer Kurve lag, konnte es der Fahrer in der Dunkelheit nicht sehen“, sagte Bundespolizeisprecher Jens Damrau gegenüber LVZ-Online. Die Bahn krachte nahezu ungebremst gegen die Laube, die dabei zerstört wurde. Der Fahrer brachte das Fahrzeug anschließend zum Stehen.

Keine Schäden an der S-Bahn

Die S-Bahn trug bei dem Unfall keine Schäden davon und fuhr zum Hauptbahnhof weiter, wo die Reisenden aussteigen konnten. Der Zug selbst wurde noch am Abend in einer Werkstatt untersucht. Da auch dort keine Beschädigungen festgestellt wurden, konnte die Bahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. Am Abend kam es jedoch wegen des Unfalls zu Verspätungen im mitteldeutschen S-Bahn-Netz. Bis 19.15 Uhr musste die betroffene Strecke gesperrt werden.

Der Besitzer der Gartenlaube muss nicht mit Konsequenzen wegen möglicher Fahrlässigkeit bei der Sicherung seines Häuschens rechnen, betonte die Bundespolizei auf Nachfrage. „Bei diesen Windspitzen kann so etwas immer passieren“, sagte Damrau.

37 Notrufe bei der Polizei wegen des Sturms

Insgesamt verursachte der Sturm in der Region Leipzig nur kleinere Schäden. Die Polizeidirektion Leipzig erreichten am Samstag 37 Notrufe wegen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Vor allem im Landkreis Leipzig stürzten mehrere Bäume auf Straßen oder Stromleitungen.

In Leipzig hätten sich teilweise Dachziegel gelöst und seien auf Gehwege oder Fahrbahnen gestürzt, sagte eine Polizeisprecherin. In Liebertwolkwitz war bereits in der Nacht zum Samstag der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz umgeknickt. In Dresden wurde das traditionelle Neujahrsschwimmen, bei dem sich jedes Jahr wagemutige Schwimmer in die Elbe stürzen, wegen des steigenden Elbepegels abgesagt.

Robert Nößler

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