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Wave-Gotik-Treffen kommt ohne Betonsperren aus

Polizeiliche Lagebeurteilung Wave-Gotik-Treffen kommt ohne Betonsperren aus

Für das Wave-Gotik-Treffen (WGT) am Pfingstwochenende in Leipzig sind keine verschärften Sicherheitsvorkehrungen geplant. Es werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, die über das in den letzten Jahren bewährte Maß hinausreichen, so die Polizei.

Gedränge zum Leipziger Stadtfest im vergangenen Jahr.

Quelle: Kempner

Leipzig. Für das Wave-Gotik-Treffen (WGT) am Pfingstwochenende sind nach Informationen der Polizei keine verschärften Sicherheitsvorkehrungen geplant. „Sofern sich die Lagebeurteilung in den kommenden Tagen nicht aufgrund neuer Erkenntnisse ändert, werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, die über das in den letzten Jahren bewährte Maß hinausreichen“, teilte Behördensprecher Andreas Loepki auf Anfrage der LVZ mit.

Zum Vergleich: Beim Kirchentag am vergangenen Wochenende hatte die Polizei sogar eine „Besondere Aufbauorganisation“ gebildet, um den komplexen Großeinsatz zu bewältigen. Doch während da einige Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen auf dem Programm standen, was nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden mit einer latenten Anschlagsgefahr einhergeht, finde das WGT mit Ausnahme des Schwerpunktes Agra-Gelände größtenteils dezentral im Stadtgebiet statt. An den einzelnen Veranstaltungsplätzen habe der Veranstalter die maßgebliche Verantwortung für Aspekte der Sicherheit, so Loepki. Details dazu wurden bislang nicht bekannt. Eine LVZ-Anfrage an die Organisatoren, welche Sicherheitsvorkehrungen die WGT-Macher ergreifen werden, blieb zunächst unbeantwortet.

So viel ist aber klar: Zusätzliche Betonsperren gegen Anschläge mit Fahrzeugen sind aus Sicht der Polizei auf dem Agra-Gelände als größtem Treffpunkt des WGT-Publikums nicht notwendig. Das Areal sei „hinsichtlich der baulichen Situation und der örtlichen Lage quer zur Straße ohnehin relativ gut gegen denkbare Kfz-Durchbrüche gesichert“, stellte der Behördensprecher fest. Die größten Gefahren für Besucher verortet die Polizei nach den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre auf ganz anderen Gebieten: Taschendiebstähle und Diebstähle aus Zelten und Fahrzeugen, mögliche Wetterunbilden wie Hitze oder Platzregen sowie damit einhergehende gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Kreislaufprobleme.

Etwas anders stellt sich die Situation beim 26. Leipziger Stadtfest auf dem Augustusplatz dar, zu dem am Wochenende rund 300 000 Besucher erwartet werden. Hierfür wurden, wie berichtet, von der Veranstaltungsbehörde vor dem Hintergrund der gegenwärtig allerorts bestehenden latenten Terrorgefahr höhere Sicherheitsanforderungen festgelegt. „Es kommen aus vorbeugenden Gründen abermals Betonelemente zum Einsatz“, so Loepki, „der Aufbau findet am 1. Juni statt, der Abbau am 6. Juni.“ Das Stadtfest wird begleitet vom Polizeirevier Leipzig-Zentrum, das WGT vom Revier Südost, denen jeweils zusätzliche Kräfte unterstellt werden.

„Sollte sich, was jederzeit passieren kann, eine Situation ergeben, die eine zentrale Führung inklusive Aufruf eines Führungsstabes bedingt, hat die Polizeidirektion Leipzig im Laufe der Jahre hinreichend Erfahrung gesammelt, solches binnen kurzer Zeit in die Wege zu leiten“, versicherte Loepki. „Hierfür stehen jeden Tag und rund um die Uhr Bereitschaftskräfte und Alarmpläne zur Verfügung.“

Von Frank Döring

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