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Wegen Graffiti auf Parkbank: Leipziger Polizei jagt zwei „RCS“-Sprayer mit Fahndungsfotos

Wegen Graffiti auf Parkbank: Leipziger Polizei jagt zwei „RCS“-Sprayer mit Fahndungsfotos

Sie sollen an der Brüderstraße eine Parkbank besprüht haben und werden nun per Fahndung gesucht: Am Freitag veröffentlichte die Leipziger Polizei die Fotos von zwei jungen Männern, die der berüchtigten „RCS“-Crew zugerechnet werden.

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Nach diesen beiden Graffiti-Sprayern aus der Brüderstraße sucht die Leipziger Polizei.

Quelle: Polizei Leipzig

Leipzig. Bei der Aktion vor drei Monaten entstand zwar nur ein geringer Schaden von 100 Euro. Die Ermittler wollen nun aber offenbar den Druck auf die illegale Graffiti-Szene erhöhen.

Am 17. Mai gegen 19.35 Uhr waren die beiden Sprayer dabei beobachtet worden, wie sie eine Holzbank in der Parkanlage unweit des Uniklinikums beschmierten. Dabei hinterließen sie nach Polizeiangaben unter anderem die Buchstaben „RCS“. Das Kürzel steht für die „Radicals“-Gang – diese liefert sich bereits seit Jahren mit der „ORG“-Crew einen Kampf um die größten und spektakulärsten Graffiti der Stadt.

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Leipzig. Die in Singapur zu Stockhieben verurteilten Graffiti-Sprayer aus Leipzig sind auch in der hiesigen Graffiti-Szene gut bekannt. Beide sollen Mitglieder der im September 2005 gegründeten Radicals Crew (RCS) sein. Die beiden Sprayer standen in der Messestadt bereits wegen Graffiti-Straftaten vor Gericht. Nach einem von beiden wurde zuletzt laut Staatsanwaltschaft mit Fotos gefahndet.

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Zusammenhang zu anderen Taten vermutet

Erst in der Nacht zum Donnerstag war eine Gruppe von acht bis zehn vermummten Sprayern in Miltitz ertappt worden, als sie eine Straßenbahn mit einem riesigen „ORG“-Schriftzug beschmierten. Anschließend bedrohten sie einen Mitarbeiter der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und flüchteten. „RCS“-Sprayer hatten zuletzt im Februar mit einem riesigen Graffito an der Alten Hauptpost am Augustusplatz für Aufsehen gesorgt. Zuvor hinterließen sie ihr Logo im Großformat beispielsweise auch an der Fassade des Ring-Messehauses.

„Eine Öffentlichkeitsfahndung ist immer das letzte Mittel. Aber man muss hier die Dimensionen der Taten sehen“, erklärte Polizeisprecher Uwe Voigt die Frage nach der Verhältnismäßigkeit bei der Suche nach den beiden Parkbank-Sprayern. Es werde vermutet, dass die beiden Tatverdächtigen auch an anderen Graffiti der „RCS“-Crew beteiligt gewesen sein könnten. „Zusammenhänge werden nicht ausgeschlossen“, so Voigt gegenüber LVZ-Online.

Den Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung hatte ein Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegeben. Woher die Fotos der beiden jungen Männer stammten, ließ Voigt offen. Einer von beiden schlendert auf den Bildern mit Spraydose in der Hand vor einer Parkbank entlang, der andere grinst in die Kamera.

Hinweise nimmt das Polizeirevier Südost in der Richard-Lehmann-Straße 19 oder telefonisch unter (0341) 30 30 10 0 entgegen.

nöß

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