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Wieder Krawalle am Connewitzer Kreuz in Leipzig – Zusammenhang mit Jalloh-Prozess

Wieder Krawalle am Connewitzer Kreuz in Leipzig – Zusammenhang mit Jalloh-Prozess

Leipzig. Knapp eine Woche nach den Randalen bei einer Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz ist es im Leipziger Süden erneut zu Krawallen gekommen.

Wie die Polizei mitteilte, sammelten sich in der Nacht zum Sonnabend etwa 75 bis 100 schwarz gekleidete und teilweise vermummte Personen in der Wolfgang-Heinze-Straße. Gegen 1 Uhr zogen sie von dort in Richtung Connewitzer Kreuz und zurück, zündeten Feuerwerkskörper und zerstörten zahlreiche Glasscheiben von Häusern und der Straßenbahnhaltestelle. Auf ihrem Weg warfen sie Verkehrsschilder um und errichteten mehrere Barrikaden aus Müllcontainern.

Als die Polizei eintraf, wurden die Beamten nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Randalierer flüchteten daraufhin in verschiedene Richtung. Ersten Erkenntnissen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro. Die Kripo hat die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs aufgenommen.

Wie die Behörde weiter mitteilte, stehen die Krawalle offenbar in Zusammenhang mit dem Prozess um den in einer Dessauer Polizeizelle verstorbenen Asylbewerber Oury Jalloh. Am Donnerstag war ein angeklagter Beamter zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Auf der Internet-Plattform Indymedia sprach die Gruppe „Linksunten“ am Sonnabend von einer „Scherbendemo“. Antirassisten und Antifaschisten hätten bereits zuvor auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt demonstriert, um auf das „skandalöse Urteil“ im Jalloh-Prozess aufmerksam zu machen, hieß es auf der Seite weiter. Auch die Krawalle am Abend hätten sich gegen den verurteilten Polizisten gerichtet, dem die Autoren Mord vorwarfen. Wer den Blog-Eintrag verfasst hat, war zunächst nicht ersichtlich.

Fotos von der Schneeballschlacht am 09.12.2012:

maf

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