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Wurst mit Nägeln und Angelhaken im Leipziger Rosental: Hunde müssen notoperiert werden

Wurst mit Nägeln und Angelhaken im Leipziger Rosental: Hunde müssen notoperiert werden

Nachdem Unbekannte im Leipziger Rosental manipulierte Tierköder ausgelegt haben, mussten am Donnerstag mindestens zwei Hunde notoperiert werden. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Vierbeiner auf der beliebten Wiese unweit des Zoos Bockwurststücke mit Nägeln und Angelhaken gefressen.

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Im Leipziger Rosental sind Hunde-Köder mit Nägeln und Angelhaken ausgelegt worden. Mindestens zwei Hunde verschluckten die Bockwurststücke und mussten notperiert werden.

Quelle: Polizei Leipzig

Leipzig. Von den Tätern gibt es bislang keine Spur, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde eingeleitet.

Es war am Donnerstagmorgen kurz nach 7 Uhr, als ein 28-Jähriger mit seinem Hund die tägliche Runde durch das Rosental ging. Der Mann sah, wie sein Podenco-Mischling und andere Tiere in der Nähe hastig etwas verschlangen. Daraufhin kontrollierte er die Häppchen und stellte fest, dass Metallgegenstände in der Bockwurst versteckt waren.

Der 28-Jährige warnte andere Hundebesitzer im Park und alarmierte die Polizei, der er einen der Köder übergab. Schließlich fuhr er zum Tierarzt, wo Angelhaken und Nägel auf dem Röntgenbild auftauchten. Der Hund wurde sofort operiert.

In der Zwischenzeit war auch eine 36-Jährige mit ihrem Vierbeiner im Rosental unterwegs, die schon von anderen Hundebesitzern vor den Wurststückchen gewarnt wurde. Deshalb reagierte sie sofort, als ihr Mischling am Wegesrand nach etwas schnappte. Die Frau riss ihm einen der Köder aus der Schnauze, konnte aber nicht verhindern, dass der Hund ein weiteres Stück verschluckte. Auch sie fuhr zu einem Veterinärmediziner, wo das Tier operiert wurde. Ein solcher Eingriff kostet nach Polizeiangaben etwa 700 Euro.  

Die Rosentalwiese wurde noch am Morgen durch Mitarbeiter der Stadtreinigung nach weiteren Ködern abgesucht. „Nach Information durch das Ordnungsamt wurde auf Veranlassung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer sofort gehandelt“, erklärte Mitarbeiter Gerald Biehl auf Anfrage von LVZ-Online. Dabei seien alle Fundstücke eingesammelt worden. „Wir gehen nach Lage der Dinge aktuell davon aus, dass nunmehr keine Gefahrensituation für die Vierbeiner besteht“, so Biehl.

Bereits in der Vergangenheit hatten Unbekannte immer wieder manipulierte Tierköder in Leipziger Parks verteilt. Mehrere Tiere fielen den Attacken zum Opfer. Bisher gelang es noch nicht, einen Täter zu überführen.

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mpu / maf

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