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Polizeiticker Leipzig Zahl der Unfälle in der Stadt Leipzig geht weiter zurück
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Zahl der Unfälle in der Stadt Leipzig geht weiter zurück
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00:36 16.04.2018
Schwerer Unfall mit einer Radfahrerin und einem LKW an der Kreuzung Merseburger Straße / Demmeringstraße im Herbst 2017. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Trotz steigender Einwohnerzahlen und mehr Autos auf den Straßen: In Leipzig passieren immer weniger Verkehrsunfälle. Nach dem aktuellen Verkehrsbericht der Polizeidirektion kam es im Jahr 2017 zu insgesamt 13 409 Unfällen, 349 weniger als im Jahr zuvor. Es ist zugleich der niedrigste Stand seit mindestens zehn Jahren. Dabei wird es auf den Fahrbahnen zunehmend enger: Ende 2016 waren 250 184 Kraftfahrzeuge in Leipzig gemeldet, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 4853.

Neun Menschen verloren 2017 bei Kollisionen in Leipzig ihr Leben, 425 wurden schwer verletzt, 2061 zogen sich leichte Verletzungen zu. Besonders häufig führte das Missachten der Vorfahrt (429) zu schweren Unfällen. Weitere Ursachen waren ungenügender Sicherheitsabstand (307), Fehler beim Abbiegen (302), falsches Verhalten von Fußgängern (176) oder gegenüber Fußgängern (138), unangepasste Geschwindigkeit (155) und Fahren bei Rot (126).

Mehr Unfälle mit Kindern

Eine besorgniserregende Tendenz: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern ist gegenüber dem Vorjahr von 174 auf nunmehr 195 angestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 gab es lediglich 142 Unfälle mit Kindern. 25 Mädchen und Jungen wurden im vergangenen Jahr auf Leipzigs Straßen schwer verletzt, 154 leicht. Die mit großem Abstand häufigste Unfallursache in diesem Bereich: Fehler beim Überqueren der Fahrbahn (38). Fehlerhaftes Einfädeln in den fließenden Verkehr (9), oder Verletzen der Vorfahrtsregeln (3) spielen eine weitaus geringere Rolle. In 87 Fällen verursachten Kinder die Unfälle selbst, entweder als Fußgänger (42) oder auf dem Rad (38).

Fußgänger häufiger verwickelt

Erheblich zugenommen haben auch Unfälle mit Fußgängern. Waren es 2016 noch 315, so ereigneten sich im Jahr darauf bereits 368. Zwei Passanten wurden im Straßenverkehr getötet, 100 erlitten schwere Verletzungen, weitere 203 kamen mich leichteren Blessuren davon. In 169 Fällen waren Fußgänger die Verursacher der Unfälle. Auch hier rangieren Fehler beim Überqueren der Straße als häufigste Unfallursachen (160). So liefen allein 24 Mal Passanten bei roter Ampel über die Fahrbahn und provozierten damit einen Unfall. Bei 13 Unfällen war der Alkoholisierungsgrad von Fußgängern schuld.

Radfahrer verletzen Rechtsfahrgebot

Auch für Radfahrer bleibt es in der Stadt gefahrvoll. 1171 Unfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern stehen 2017 zu Buche, ein Minus zum Vorjahr von 91. Zwei Todesopfer und 155 Schwerverletzte gab es zu beklagen, 744 Radler verletzten sich leicht. 475 Mal wurden sie von der Polizei als Unfallverursacher erfasst. Die häufigsten Fehler: Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot (138), unangepasstes Tempo und mangelnder Sicherheitsabstand (45) sowie Verletzen der Vorfahrtsregel (41). Übrigens: Auch bei Radfahrern spielt Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss eine Rolle. 36 Mal führte das zu Unfällen mit Verletzten.

Von Frank Döring

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