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Zoll-Razzia: Verstöße gegen Arbeitsgesetze auf der Leipziger Eisenbahnstraße

Mindestlohn und Scheinselbstständigkeit Zoll-Razzia: Verstöße gegen Arbeitsgesetze auf der Leipziger Eisenbahnstraße

360 Beamte von Zoll und Polizei haben am Mittwoch auf der Leipziger Eisenbahnstraße unter anderem nach Verstößen gegen Mindestlohn und nach illegaler Beschäftigung gesucht. Mehr als ein Dutzend Fälle wurden registriert.

Beamte des Zolls und der Leipziger Polizei befragten am Mittwoch 50 Personen in Geschäften auf der Eisenbahnstraße
 

Quelle: xcitepress

Leipzig. Bei einem Großeinsatz des sächsischen Zolls zusammen mit der Polizei auf der Leipziger Eisenbahnstraße haben die Fahnder am Mittwoch mehrere Verstöße gegen Arbeitsgesetze aufgedeckt. Wie Zoll-Sprecherin Heike Wilsdorf am Donnerstag gegenüber LVZ.de erklärte, wurden 50 Personen in 32 Objekten an der Magistrale befragt – unter anderem in Restaurants, Cafés, Bars und anderen kleineren Geschäften.

„In zehn Fällen haben wir Verstöße gegen das Mindestlohngesetz festgestellt, in sechs Fällen gab es den Verdacht auf Scheinselbstständigkeit und acht Mal eine illegale Beschäftigung von Ausländern“, so Wilsdorf weiter. Zudem hätten Arbeitgeber in fünf Fällen zeitnahe Meldungen bei den Behörden versäumt und in fünf weiteren wird wegen des Verdachts auf Leistungsmissbrauch ermittelt. Zu vorläufigen Festnahmen sei es laut der Behördensprecherin nicht gekommen.

Am Mittwoch (21.6.2017) haben Polizei und Zollbeamte eine groß angelegte Razzia gegen Schwarzarbeit durchgeführt. Auf der Leipziger Eisenbahnstraße wurden Bars, Cafés und Geschäfte kontrolliert. Dabei ging es unter anderem um ordnungsgemäße Arbeitsverträge, Einhaltung des Mindestlohns. Fotos: Christian Essler

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Darüber hinaus gelangen den insgesamt 360 beteiligten Beamten bei ihrer Suche nach Verstößen gegen Arbeitsgesetze auch mehrere „Beifänge“. „Wir konnten 100 Stangen nicht versteuerter Zigaretten und 20 Kilogramm nicht versteuertem Wasserpfeifentabak sicherstellen“, erklärte die Zoll-Beamtin. Weitere Funde waren kleinere Mengen Drogen sowie mutmaßliches Diebesgut.

Für den Großeinsatz waren am Mittwoch Teile der Eisenbahnstraße für den Verkehr gesperrt worden. Davon waren auch die Straßenbahnlinien 1, 3 und 8 betroffen, wie die Leipziger Verkehrsbetriebe mitteilten. Die Behinderungen dauerten bis etwa 22 Uhr an. Fußgänger und Radfahrer konnten die Straße auch während der Razzia passieren.

Von mpu

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