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Polizeiticker Leipzig Zwölf Zeugen aus der Straßenbahn melden sich bei der Leipziger Polizei
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Zwölf Zeugen aus der Straßenbahn melden sich bei der Leipziger Polizei
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12:21 07.02.2018
Am 1. Oktober 2017 wurden der 34-jährige Stefan M. in Leipzig-Plagwitz ermordet. Quelle: Grafik: Patrick Moye
Leipzig

Nach der Öffentlichkeitsfahndung zum Mordfall in Plagwitz hat sich ein Großteil der 14 Zeugen aus der Straßenbahn bei der Leipziger Polizei gemeldet. Über das Wochenende seien elf Personen identifiziert worden oder hätten sich an die Behörden gewendet, teilte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf auf Nachfrage von LVZ.de mit. Am Montag habe sich eine zwölfte Person gemeldet. Gesucht werden nun noch die Personen auf den Bildern 6 und 7. „Darüber hinaus gab es einen weiteren Hinweis, der nun geprüft wird“, sagte Braunsdorf, ohne auf Details einzugehen.

Die Polizei hatte am Freitag Fotos von 14 Fahrgästen veröffentlicht, die von den LVB-Überwachungskameras aufgezeichnet wurden. Es handelt sich um Zeugen, die am Abend des 1. Oktober 2017 mit dem späteren Mordopfer Stefan M. an der Haltestelle Könneritzstraße/Stieglitzstraße aus der Straßenbahn der Linie 1 stiegen. Der 34-Jährige wurde wenige Minuten später vor seinem Wohnhaus in der Eduardstraße 1 in Plagwitz auf dem Heimweg von der Arbeit ermordet.

Alle zwölf Zeugen werden nun zu Vernehmungen bei der Polizei vorgeladen. Die Befragungen sollen in den kommenden Tagen stattfinden. „Es geht darum, Beobachtungen, die diese Personen gemacht haben – in der Bahn, beim Aussteigen und danach – aufzunehmen und auszuwerten“, erklärte Braunsdorf.

Polizei hält sich zu Ermittlungsstand bedeckt

Die Ermittler erhoffen sich von den Aussagen Erkenntnisse dazu, was zwischen dem Verlassen der Bahn und der Ankunft vor dem Wohnhaus konkret geschah. Bislang gab die Polizei keine Auskunft darüber, wie Stefan M. ums Leben kam und ob er möglicherweise Opfer eines Raubmordes wurde. Nach LVZ-Informationen fügte der Täter dem DHL-Mitarbeiter schwere Stichverletzungen am Hals zu. „Wir benötigen noch weitere Hinweise“, erklärte Braunsdorf zum Stand der Ermittlungen lediglich.

Für konkrete Informationen, die zur Ergreifung des Täters führen, waren im November 10.000 Euro Belohnung ausgeschrieben worden. Falls mit Hilfe eines Zeugen aus der Straßenbahn der Fall aufgeklärt werden könne und alle Bedingungen erfüllt seien, würde das Geld auch ausgezahlt, so Braunsdorf.
 
Kontakt zur Kripo Leipzig per E-Mail (muk.eduard.pd-l@polizei.sachsen.de) oder telefonisch unter 0341 / 96 64 26 95.

Von Robert Nößler

Update: Da die Öffentlichkeitsfahndung inzwischen beendet ist, wurden auch die Fotos aus diesem Artikel entfernt.

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