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Aussichtsturm auf dem Leipziger Fockeberg: Stadtverwaltung hält Bau für unrealistisch

Aussichtsturm auf dem Leipziger Fockeberg: Stadtverwaltung hält Bau für unrealistisch

Mit seinen 153 Metern über dem Meeresspiegel ist der Fockeberg die höchste Erhebung der Leipziger Südvorstadt. Auf der ehemaligen Trümmer- und Hausmüllkippe unweit von Focke- und Hardenbergstraße bietet sich Wanderern und Sportlern ein beachtliches Panorama der Innenstadt.

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Blick vom Fockeberg auf das Panorama der Leipziger Innenstadt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ein Aussichtsturm könnte diesen Blick noch verbessern und dadurch mehr Schaulustige auf die Anhöhe locken, so der Vorschlag eines Leipziger Bürgers. Die Stadtverwaltung gibt sich allerdings skeptisch.

Der Ideengeber des Turmes, ein Bewohner des vom Fockeberg gut sichtbaren Wintergartenhochhauses, hatte im September vergangenen Jahres eine entsprechende Petition bei der Stadtverwaltung eingereicht. Am 15. April wird nun die Ratsversammlung über den Vorschlag abstimmen – und dabei auch die Ablehnung der Behörden zur Kenntnis nehmen. Denn das zuständige Dezernat für Umwelt, Ordnung und Sport von Bürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) hält ein solches Bauwerk auf dem Berg für kaum realisierbar.

Wie es in einer schriftlichen Stellungnahme an den Petenten heißt, würde ein Aussichtsturm die vorhandenen Möglichkeiten zwar gut ergänzen, allerdings biete der Fockeberg bereits jetzt einen guten Blick über den Stadtwald hinweg. Die Bau- und Unterhaltskosten für einen zusätzlichen Ausguck seien somit nicht gerechtfertigt, „zumal der Standort erhebliche besondere Anforderungen an Planung und Bauwerk mit sich bringen würde“, so die Kommune.

Wackeliger Berg – andere Prioritäten im Haushaltsplan

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Bis in die 1980er Jahre hinein wurden auf dem Fockeberg Schutt und Haushaltsreste abgelagert.

Quelle: Dirk Knofe

Denn der Fockeberg sei nicht einfach nur ein Berg. Die künstliche Erhebung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Ablagerung von Trümmern. Bis in die 1980er Jahre hinein wurde hier zusätzlich Hausmüll abgekippt. „Für den Deponiekörper insgesamt ist, trotz teilweiser Konsolidierung aufgrund der jahrzehntelangen Standzeit, von einer lockeren Lagerung des Materials auszugehen“, so die Einschätzung aus dem Neuen Rathaus. Soll heißen: Für Aussichtsgebäude könnte der Fockeberg einfach zu wackelig sein. Notwendige Untersuchungen im Untergrund würden zusätzliche Mittel aus der Stadtkasse beanspruchen.

Zumindest im bereits beschlossenen Haushaltsplan für die kommenden 21 Monate seien dafür keine Kapazitäten vorgesehen, so die Verwaltung. Zumal es „prioritäre Investitionen in anderen Aufgabenbereichen“ gebe. Zu denen gehören bekanntlich vor allem dringen benötigte Kindergartenplätze und sanierungsbedürftige Schulen.

mpu

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