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Stadtpolitik Bekommt Leipzig einen Albert-Lortzing-Park?
Leipzig Stadtpolitik Bekommt Leipzig einen Albert-Lortzing-Park?
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15:27 01.10.2018
Will einen neuen Park für Leipzig: Mike Demmig. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Er ist in Berlin geboren, doch Leipzig ist der Ort, an dem er die größten Erfolge feierte. Die Rede ist von Albert Lortzing (1801-1851). Acht von elf Spielopern hat er hier geschrieben, darunter „Zar und Zimmermann“ und „Der Wildschütz“. Sein musikalisches Erbe wird an der Musikalischen Komödie in der Dreilindenstraße gepflegt, wo derzeit beispielsweise „Casanova“ im Repertoire ist. Geplant ist, dort künftig auch eine Station des Notenrades – einer Radtour auf den Spuren berühmter Komponisten – Lortzing zu widmen.

Albert-Lortzing-Gesellschaft unterstützt die Idee

Die Spieloper ist seit 1968 neben Operette und Musical fester Bestandteil des Repertoires der Musikalischen Komödie (MuKo). Nun verfolgt Mike Demmig, der das im Juni 2018 neu eröffnete Theaterrestaurant „Lortzing“ in der MuKo (ehemals „Komödienklause“) gemeinsam mit Thomas Schatz betreibt, eine weitere Idee. In einer Petition an den Stadtrat hat er vorgeschlagen, den noch unbenannten Grünabschnitt zwischen Kuhturmstraße und Dreilindenstraße in Alt-Lindenau als „Albert-Lortzing-Park“ zu benennen. „Das würde den Stellenwert des Parks für die Bewohner in Alt-Lindenau in unmittelbarer Nähe zur Musikalischen Komödie steigern“, ist Demmig überzeugt. Dabei wird er von der Albert-Lortzing-Gesellschaft unterstützt.

Demmig sieht Aufwertung für Alt-Lindenau

Zeitgenossen beschreiben den Komponisten und Kapellmeister Lortzing übrigens als bürgernah, gesellig und naturverbunden. Der Verein Notenspur und der Musikpavillon Leipzig schreiben zudem jährlich den Gert-Triller-Preis auf, bei dem „Musik im Grünen“ erforscht wird. Auch da spielte Lortzing eine Rolle, dessen Lieder open air gespielt worden. „Ein Lortzing-Park, der für Familien aufgewertet und verschönert wird, passt da prima“, betont Demmig. Er würde auch für die Aufwertung von Alt-Lindenau als Kulturstandort beitragen. Ob die Initiative was wird, beschäftigt nun zunächst den Petitionsausschuss des Stadtrates, der die Sachlage prüfen muss.

Von Mathias Orbeck

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