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Kino der Jugend: Leipziger Stadtrat beschließt Ausschreibung

Spruchband entrollt Kino der Jugend: Leipziger Stadtrat beschließt Ausschreibung

Mit einem Spruchband hat die Interessengemeinschaft am Mittwoch vor dem Leipziger Stadtrat für die Erhaltung des Kino der Jugend gekämpft und eine neue Debatte um das Objekt angestoßen.

Mit einem Spruchband hat sich die Interessengemeinschaft für den Erhalt des Kino der Jugend im Stadtrat stark gemacht.

Quelle: André Kempner

Leipzig. „Rettet das Kino!“ – mit diesem Spruchband hat die Interessengemeinschaft (IG) Fortuna sich vor der Stadtratssitzung am Mittwoch dafür stark gemacht, das seit mehr als 30 Jahren geschlossene Filmtheater in der Eisenbahnstraße 162 zu erhalten. Der Rat stimmte im Grundsatz mehrheitlich für den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, das denkmalgeschützte, aber sehr marode Gebäude zur Vergabe im Erbbaurecht und nach Konzept auszuschreiben.

Ziel müsse es sein, so argumentierten die Grünen, das ehemalige Kino zu sanieren und dauerhaft einer kulturellen und sozialen Nutzung zuzuführen. „Wir wollen keinen weiteren Verschleiß oder gar Abriss“, stellte Tim Elschner (Grüne) klar. Wichtig sei, dass potenzielle Interessenten für die Konzepterarbeitung und die Klärung der Finanzierung ausreichend Zeit erhalten und nicht an zu knapp bemessenen Fristen scheitern.

Daniel Schade von der IG Fortuna äußerte sich zu den Rettungsbemühungen wie folgt: „Der angestrebte Verkauf der Immobilie allein ist keine Garantie, dass das Gebäude gerettet und in historischer Kontinuität wieder kulturell genutzt wird.“ Der Verein präferiere daher eine Vergabe nach Konzept. Die CDU überraschte mit einer weiteren Idee: Sie beantragte, die Entscheidung in die Etatberatungen 2017/18 zu verschieben und kündigte einen eigenen Antrag an, Geld fürs Kino in den Haushalt einzustellen.

„Wir möchten ein Kulturzentrum für den gesamten Leipziger Osten, das Strahlkraft hat. Das kann aber weder ein Verein noch ein Investor leisten“, sagte CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski. Seine Fraktion plädierte dafür, dass die Immobilie im städtischen Besitz verbleibt und das Kulturdezernat sie selbst entwickelt. Das lehnten die übrigen Parteien aber ab.

Die Linken setzten noch durch, dass das Kino nicht vor dem 1. Januar 2018 ausgeschrieben wird und es 47.000 Euro zusätzlich für Reparaturen gibt. Die Stadt hatte die Summe auf 70.000 Euro gekürzt. Derzeit laufen Notsicherungen am Dach sowie im Inneren, die die Begehbarkeit der 1890 als Gasanstalt errichteten und seit 1928 als Fortuna-Lichtspiele genutzten Immobilie wieder ermöglichen soll (die LVZ berichtete).

Mathias Orbeck

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