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Dialog mit Legida? Stadt Leipzig entschuldigt sich für Wettbewerbstext

Panne im Rathaus Dialog mit Legida? Stadt Leipzig entschuldigt sich für Wettbewerbstext

Leipzig. Will Leipzig plötzlich den Dialog mit Legida? Am Freitag kam es zu Irritationen um die Bewerbung der Messestadt für den Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“. Mittlerweile gab es eine Entschuldigung der Stadt.

Legida und Proteste in Leipzig.

Quelle: Zeyen / Kempner

Leipzig. Will Leipzig plötzlich den Dialog mit Legida? Am Freitag kam es zu Irritationen um die Bewerbung der Messestadt für den Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“. Auf der Projekt-Webseite war zu lesen, dass Legida und antifaschistische Gruppen über die Zukunft der Messestadt diskutieren sollen. Jetzt ist klar: Der Text ist eine Panne.

Der Vorfall sorgte auf den Facebook-Seiten des Netzwerks NoLegida für Erregung und provozierte auch Reaktionen aus der Politik. Die Grünen-Fraktion äußerte Erstaunen über diese „völlig unverständliche Aktion der Stadt“ und forderte, die Position gerade zu rücken.

„Da ist uns ein Fehler passiert, für den können wir uns nur entschuldigen“, so Stadtsprecher Matthias Hasberg am Freitag gegenüber LVZ.de. Auch über den Kurznachrichtenkanal Twitter lief die Entschuldigung. Wie der Rathaussprecher erklärte, habe es in der Verwaltung verschiedene Text-Versionen für das Projekt gegeben – am Ende sei eine falsche freigegeben und veröffentlicht worden.

An der Haltung der Stadt habe sich nichts geändert, so Hasberg weiter: „Es gibt keinen Dialog mit Legida “, bekräftigte er. Das gelte überhaupt für extremistische Gruppierungen.

In dem offenbar fälschlicherweise an die Öffentlichkeit geratenen Text beschreibt die Stadt Legida als Herausforderung für die Stadtgesellschaft. Über eine breite Debatte verschiedener Gruppen sollte ein gemeinsames Zukunftsbild der weltoffenen Stadt Leipzig entstehen. Nach dem am Freitagmorgen noch auf dem Wettbewerbsportal zu lesenden Text sollten außer Legida auch Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen an einem Tisch miteinander reden.

Der Text wurde mittlerweile von der Webseite www.wettbewerb-zukunftsstadt.de  entfernt. Derzeit steht die Messestadt im Reigen der 52 teilnehmenden Kommunen ohne Zielvorgabe da. „Auch das ist nicht angenehm“, so Hasberg. An einem neuen Entwurf werde derzeit gearbeitet.

Beim Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“, den das Bildungsministerium des Bundes mit 1,75 Millionen Euro fördert, geht es um Visionen für nachhaltige Stadtgemeinschaft. Bürger und Verbände, Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und Politik sollen in Teams Ideen zu Themen wie sichere Arbeit, bezahlbares Wohnen, Energieversorgung, Klima oder Mobilität entwickeln.

168 Städte und Gemeinden haben sich beworben, Leipzig wurde von einer Expertenjury in die erste Projektphase gehoben. Diese läuft bis 2016. Dann sollen 20 ausgewählte Kommunen in die konkrete Planung eigener Vorhaben eintreten können. 2018 bleiben noch acht Bewerber übrig, die ihre Visionen mit Bundesunterstützung umsetzen sollen.

Evelyn ter Vehn

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