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Stadtpolitik Jahnallee: Gewerbetreibende fürchten Wegfall der Kurzzeitparkplätze
Leipzig Stadtpolitik Jahnallee: Gewerbetreibende fürchten Wegfall der Kurzzeitparkplätze
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20:58 22.11.2018
Robert Maihöfner (links) und Anne-Kathrin Habermann übergeben Unterschriften an OBM Burkhard Jung. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

50 Gewerbetreibende der inneren Jahnallee haben unterschrieben. „Das sind alle“, sagt Robert Maihöfner, der Betreiber der Löwentanke. Gemeinsam mit Anne-Kathrin Habermann (Einhorn-Apotheke) hat Maihöfner am Donnerstag die Unterschriften an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) übergeben.

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Die Händler sind in Sorge, dass die Kurzzeitparkplätze vor ihren Geschäften wegfallen. Wie berichtet, plant die Verwaltung eine Neuaufteilung des Straßenraums, um die Sicherheit von Radlern und Fußgängern zu verbessern. Eine Idee ist dabei, durchgängige Radwege an beiden Straßenseiten zu errichten.

Händler sehen Arbeitsplätze gefährdet

„Wir bekommen fünf mal am Tag Medikamente geliefert. Viele Kunden kommen mit dem Auto“, sagt Habermann, die selbst jeden Tag per Fahrrad aus Markkleeberg zur Arbeit fährt. „Wir sind froh, dass sie nicht im Internet bestellen.“ Fallen Kurzzeitparkplätze weg, seien Jobs gefährdet. Probleme gibt es auch mit dem Lieferverkehr.

So sollten Lieferanten eines Küchenstudios am Waldplatz parken, die Bauteile für eine Musterküche dann tragen. „Mir wurde auch schon gesagt, dass Lieferanten die Kisten aus der Seitenstraße tragen sollen“, so Maihöfner. „Mir ist völlig unverständlich, wer auf die Idee kommen kann, Kurzzeitplätze abschaffen zu wollen“, ergänzt Gunter Engelmann-Merkel vom Handelsverband Sachsen. „Bisher war es immer Konsens, dass sie existenziell für Gewerbetreibende sind“.

Freibeuter regen Runden Tisch an

Die Fraktion der Freibeuter fordert einen „Runden Tisch Jahnallee“, der alle Beteiligten rund um die Verkehrsmaßnahmen ins Gespräch bringen kann „Es bedarf eines fairen Interessenausgleichs zwischen allen Beteiligten“, so Sven Morlok (FDP). Die von der Fraktion vorgeschlagene Prüfung der Umgestaltung der Gustav-Adolf-Straße zu einer Fahrradstraße habe der Stadtrat bereits beschlossen. „Das würde für Radfahrer einen Umweg von drei Minuten bedeuten“, so Maihöfner.

Von Mathias Orbeck

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