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Stadtpolitik Grüne befürchten: Einsatz von Streusalz in Leipzig nicht rechtmäßig
Leipzig Stadtpolitik Grüne befürchten: Einsatz von Streusalz in Leipzig nicht rechtmäßig
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17:13 18.01.2016
Die Grünen-Fraktion in Leipzig fordert: Die Stadtreinigung soll den Einsatz von Streusalz reduzieren. Quelle: André Kempner
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Leipzig

2500 Tonnen Streusalz in den Depots, Material und Technik reichlich vorhanden – die Leipziger Stadtreinigung sieht sich für einen Winter mit Schnee und Glätte gut gewappnet. Doch jetzt fürchtet die Grünen-Fraktion im Stadtrat, dass der Einsatz von Streusalz beim Wintereinbruch Anfang Januar nicht rechtmäßig gewesen sein könnte.

Die großflächige Nutzung von Streusalz sei laut Winterdienst-Satzung in Leipzig „nur in Ausnahmefällen z.B. bei Blitzeis“ gestattet, betont Anett Ludwig, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, am Montag. So einen Fall habe es aber bisher nicht gegeben, erklärte Ludwig. Im Normalfall dürfe der Winterdienst „Streusalz als umweltschädigendes Streumittel“ nicht einsetzen und müsse auf Sand, Splitt oder Blähschiefer ausweichen.

Streusalz und Salzlauge seien für Flora und Fauna extrem schädlich, würden zum Absterben von Blättern führen. Das Salz könne auch ins Grundwasser gelangen. Zudem würde es Gebäude und Fahrzeuge angreifen. Durch die vielfältigen Schäden entstünden „direkte und indirekte Kosten für die Bürgerinnen und Bürger“, so Ludwig.

In einer ausführlichen Anfrage an die Stadt Leipzig will die Grünen-Fraktion nun klären, wie der Einsatz von Streusalz reduziert werden kann, und wie die Leipziger sowie Gehwegreinigungsfirmen über das Streusalzverbot besser informiert werden sollen.

Wie die Stadtreinigung gegenüber LVZ.de mitgeteilt hat, ist sie für den Winterdienst auf 331 Kilometer Straßen, hauptsächlich im Zentrum, zuständig. 582 Kilometer würden von anderen Anbietern betreut. Für Räumung der Gehwege seien die Anlieger zuständig, betonte Sprecherin Ute Brückner.

Von Evelyn ter Vehn

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