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Stadtpolitik Jugendbeirat Leipzig scheitert knapp: Kein Neubau öffentlicher Sportplätze
Leipzig Stadtpolitik Jugendbeirat Leipzig scheitert knapp: Kein Neubau öffentlicher Sportplätze
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17:00 12.04.2017
Basketballkorb auf einem Leipziger Spielplatz (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Mehr Sportplätze für Leipzig – das forderte am Mittwoch der Jugendbeirat im Stadtrat Leipzig. Bis 2024 soll die Stadt öffentliche Sportanlagen in Wahren, Seehausen, Probstheida, Wiederitzsch und Leutzsch errichten, heißt es im Antrag. Gleichzeitig soll die Verwaltunge den Weg frei machen, Vereinssportplätze und Schulsportanlagen für den Freizeitsport zu öffnen.

Denkbar knapp scheiterte das Ansinnen des Jugendbeirats: 34 Abgeordnete stimmten für den Punkt "Neubau von Anlagen", 34 dagegen, außerdem gab es eine Enthaltung. Bei gleicher Zahl der Ja- und Neinstimmen gilt der Antrag als abgelehnt. Eine Mehrheit gab es allerdings für das Ansinnen, Schulsportanlagen stärker für alle zu öffnen.

Die Stadt will sich dafür einsetzen, das Sportplätze von Schulen in der unterrichtsfreien Zeit besser für alle zugänglich sind – aber eben auch für Vereine zur Verfügung stehen. Über einen neue Datenbank sollen sportliche Kids künftig abfragen können, wo sie solche Anlagen finden.

"Jugendliche sollten ohne Blick auf den Geldbeutel und ohne an Trainingszeiten gebunden zu sein, Sport machen können", hatte William Rambow vom Jugendparlament an die Abgeordneten appelliert. Wenn die Plätze aber nicht gut erreichbar in der Nachbarschaft lägen, wäre sicher die Versuchung größer, den Nachmittag doch vor der Spiel-Konsole zu verzocken. Bisher gebe es aber nur 36 frei zugängliche Sportplätze, so der Antrag. Besonders im Norden der Stadt fehlten solche Anlagen aber.

Verwaltung: Sanierung ist wichtiger 
Die Stadtverwaltung hält dagegen einen Neubau von Sportplatzanlagen und Bolzplätzen nicht nötig. Wichtiger sei es laut vom Stadtrat verabschiedeten „Sportprogramm 2024“, die kommunalen Anlagen zu modernisieren. Nur elf kommunale Sportplätze seien bisher uneingeschränkt nutzbar, die Mängel vielerorts eklatant.
 
Deshalb sei bereits beschlossene Sache, dass die Stadt ihren Beitrag für Bolzplätze und Spielfelder, zum Beispiel in der Ratzelstraße, über die Investitionsförderung für Vereine leisten will. Geld soll mittelfristig auch für die Fitnessportanlage im Clara-Zetkin-Park fließen. Ebenfalls im Sportprogramm verankert ist der Neubau eines Bike- und Skateparks in zentraler Lage sowie der Bau von Fitness- und Bewegungsparcours im Osten und Westen der Stadt.
 

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