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Stadtpolitik Klare Worte: Leipzig lehnt Drogenräume ab
Leipzig Stadtpolitik Klare Worte: Leipzig lehnt Drogenräume ab
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09:08 19.01.2017
Drogenräume sollen helfen, den öffentlichen Raum sauber zu halten und andere nicht zu gefährden. In Leipzig wird dieses Projekt vorerst nicht umgesetzt. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

In Leipzig wird es auch weiterhin keine Drogenkonsumräume geben. Das betonte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) am Mittwoch in der Stadtratsitzung. Umgangssprachlich Fixerstuben genannt, sind das öffentliche Einrichtungen, in denen Abhängige ihre mitgebrachten, illegalen Drogen konsumieren können. Befürworter erhoffen sich eine Entspannung für die offenen Drogenszenen in Parks, Wohngebieten oder Bahnhöfen – etwa im Leipziger Osten.

Dort sind an vielen Treff- und Konsumorten Spuren und Utensilien von Rauschgiften wie Spritzen zu finden, was viele Anwohner auf die Palme bringt. Denn Spritzen und andere Hinterlassenschaften sind ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Unbeteiligte, vor allem für Kinder. Durch stärkere Kontrollen rund um den Otto-Runki-Platz/Jonasstraße/Elsapark sei es zu einer Verlagerung des Problems in die nähere Umgebung gekommen, betonte Juliane Nagel (Die Linke). Verschiedene Akteure versprechen sich von den „Fixerstuben“ eine Entspannung dieser Situation. Derzeit ist eine Konsumraum in Sachsen aber vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.

„Selbst wenn der Freistaat dies ermöglicht, heißt das nicht, dass wir es tun. Darüber müsste intensiv fachlich diskutiert werden“, sagte Fabian. Denn das Angebot führe nicht zwangsläufig zur Vermittlung in Hilfsangebote, die ausgebaut werden sollen. Die Stadt setze vielmehr auf die Arbeit der acht Streetworker, die versuchen, die Abhängigen in den Entzug zu bringen und ihnen zu helfen. Darüber hinaus wurden Spritzenentsorgungsbehälter im Elsapark installiert. Ein weiterer Behälter wird folgen.

M.O.

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