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Stadtpolitik Kulturbürgermeisterin Jennicke: „Für diesen Job ist Leipzig die schönste Stadt“
Leipzig Stadtpolitik Kulturbürgermeisterin Jennicke: „Für diesen Job ist Leipzig die schönste Stadt“
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09:33 17.01.2017
Skadi Jennicke (Linke) ist Leipzigs neue Kulturbürgermeisterin.   Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Um neun Uhr hatte sie ihren ersten offiziellen Termin. Die frisch gewählte Kulturbürgermeisterin Leipzigs bekam am Freitag im Büro von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ihre Ernennungsurkunde. Dann will sich Skadi Jennicke (Linke) erst einmal in die Abläufe des Dezernats „einfuchsen“. Ihr Stadtratsmandat legte die kulturpolitische Sprecherin nieder. Dafür wird Werner Kujat nachrücken. Der 23-jährige Leipziger studiert Sonderpädagogik und setzt sich besonders für schulpolitische Themen wie Inklusion und Schulsozialarbeit ein.

Mit LVZ.de sprach Skadi Jennicke nach ihrer Wahl über Pläne für die Kulturstadt Leipzig.

Glückwunsch zur Wahl, Frau Jennicke. Jetzt geht es ja schnell in den Alltag. Welche drei Projekte möchten Sie als Kulturbürgermeisterin zuerst angehen?

Skadi Jennicke: Erstens: Die Direktion des Naturkundemuseums muss so bald wie möglich besetzt werden. Zweitens: Wir müssen die Kulturakteure der Stadt in strategische Entscheidungen einbeziehen. Und drittens: Die Fachförderrichtlinie für die Freie Szene muss novelliert werden. Die ist im Moment sehr statisch, und wir brauchen mehr Varianten, die auch spontanen Projekten Rechnung tragen. Die Entscheidungen müssen außerdem von außen stärker nachvollziehbar sein.

Wo klemmt es denn derzeit am meisten in der Leipziger Kultur?

Ich will es lieber so formulieren: Als Kulturbürgermeisterin möchte ich ansprechbar sein, verlässlich und verbindlich handeln. Das bedeutet, dass Dinge zu einem Ergebnis geführt werden – und dass man auch deutlich sagt, wenn etwas nicht geht. Mehr kann ich derzeit auch gar nicht sagen. Bisher habe ich die Perspektive der Stadträtin. Jetzt muss ich erst einmal eine Innensicht gewinnen und mich in die Abläufe in der Verwaltung reinfuchsen.

Was schätzen Sie am meisten an der Leipzigs Kulturszene?

Die Leipziger nehmen die Dinge von sich aus in die Hand und laufen los. Die machen einfach und warten nicht, bis jemand mal sagt, was zu tun ist.

Warum ist es für Sie persönlich eine Freude, Kulturbürgermeisterin Leipzigs zu sein?

Für diesen Posten ist Leipzig die schönste Stadt in Deutschland! Ich bin hier geboren und aufgewachsen, und es ist einfach ein tolles Gefühl, in der Heimatstadt so eine Verantwortung übernehmen zu können.

Von Evelyn ter Vehn

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