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Leipzig beschließt Sportprogramm 2024 – Stadt sucht auch Investor für Eishalle

Von Breiten- bis Spitzensport Leipzig beschließt Sportprogramm 2024 – Stadt sucht auch Investor für Eishalle

Leipzig hat das „Sportprogramm 2024“ beschlossen. Neue Sportstätten sollen entstehen, darunter zwei Schwimmhallen. Vereine bekommen mehr Geld, um den Verfall von Sportstätten aufzuhalten. Und das Thema Eishalle steht wieder auf der Agenda.

Vergangene Zeiten: Bis 2012 gab es in Leipzig eine Eislauffläche in der Halle 6 auf der Alten Messe.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der Stadtrat hat am Mittwoch das Sportprogramm 2024 verabschiedet Damit werden kostenlose Trainingszeiten in kommunalen Sporthallen genauso gesichert wie der Bau neuer Sportstätten. Leipzig soll sich außerdem für die Errichtung einer Eishalle stark machen. Der Entwurf des Sportdezernats unter Leitung von Heiko Rosenthal (Linke) wurde einstimmig verabschiedet.

„Fast jeder fünfte Einwohner Leipzigs ist in einem Verein sportlich aktiv“, so Rosenthal. Sport sei ein Lebensbaustein für die meisten Menschen und verbinde über alle Generationen und Nationalitäten. „Sport integriert, stellt Anforderungen. Sport ist Lebensqualität“, so der Dezernent zur Bedeutung der Leitlinien, die die Richtung der kommenden acht Jahre weisen sollen.

Neue Schwimmhallen im Süden und Osten

Beschlossen wurde unter anderem der Bau einer wettkampfgeeigneten Dreifeld-Sporthalle für den Schul- und Vereinssport in Alt-West für 5,2 Millionen Euro. Die Sporthalle Leplaystraße in der Innenstadt soll für 4,2 Millionen Euro komplett saniert werden. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde außerdem festgeschrieben, dass beim Bau oder der Sanierung einer Dreifeld-Sporthalle in Grünau, zum Beispiel im Zug der Sanierung des Klinger-Gymnasiums, die Halle für Mannschaftssportarten baulich geeignet sein muss.

Die Kommune will außerdem den Bau einer 25-Meter-Bahn-Schwimmhalle im Leipziger Osten und auf Änderungsantrag von Bündnis90/Die Grünen auch im Leipziger Süden fördern. Für den Osten ist derzeit der Otto-Runki-Platz im Gespräch, darüber soll der Stadtrat im Oktober entscheiden.

Eishalle ist wieder ein Thema

Die Sozialdemokraten im Stadtrat forderten außerdem mehr Engagement für den Bau einer Eishalle in Leipzig. Die Verwaltung soll sich nun verstärkt um einen Investor bemühen. Das Thema war in den vergangenen Jahren eher stiefkindlich behandelt worden. Mit Wegfall der Eislaufbahn im Kohlrabizirkus und von Eislaufflächen auf der Alten Messe gibt es weder für den Breitensport noch für das Eishockey-Team der Icefighters ein Domizil. Die Icefighters sind derzeit in einem Zelt im benachbarten Taucha untergekommen.

Über alle Fraktionsgrenzen einigten sich die politischen Lager im Fachausschuss Sport darauf, deutlich mehr Fördergeld für Investitionen von Vereinen auszureichen. Der ungebremste Verfall der Sportstätten auf kommunalem Grund müsse gestoppt werden, so Michael Schmidt von der Grünen-Fraktion. Auch Adam Bednarsky, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion, betonte noch einmal die Dringlichkeit.

Mehr Geld für marode Sportstätten

Während der Vorschlag der Verwaltung lediglich 800.000 Euro pro Jahr für Investitionsförderung für Bauvorhaben der Vereine vorgesehen hatte, forderte der Fachausschuss 1,5 Millionen Euro – und setzte sich gegen eine einsame Stimme des Oberbürgermeisters damit durch. Das Sportamt, das die Vereinsaktivitäten koordiniert, bekommt dafür auf Antrag der SPD-Fraktion ab 2017 auch eine zusätzliche Stelle.

„Diese Richtlinie schafft die Klammer vom Freizeit- bis Spitzensport, vom Kinder- bis zum Seniorensport und ist von großer Bedeutung für Inklusion und Integration“, lobte SPD-Fraktionschef Christopher Zenker. Er hob hervor, dass nicht nur der Schulsport mit einer Pro-Kind-Pauschale von 20 Euro gesichert werde, die in die Bewirtschaftung von Sportstätten fließen. Auch der Sport im öffentlichen Raum bekomme mehr Aufmerksamkeit. Unter anderem sollen Bike- und Skateparks sowie öffentliche Bolzplätze modernisiert werden.

Von Evelyn ter Vehn

Leipzig 51.3396955 12.3730747
Leipzig
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